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Sie verträgt übrigens alle Artenvon Noten und Zusammensetzungen:nur Zwcyunddreyßigtheile können,wegen der ziemlich geschwinden Be-wegung, nicht viele auf einanderfolgen. Die Einschnitte sind von, oder 2 Takten, und fallen, diegrößern auf das letzte Viertel desTalles, die kleinern hingegen invieMitte des Taktes, wie hier:
oder
Der wahre Charakter ist feyerlicheGravität. Man pflegt sie mit Wald-hörnern, Hvboie» u. d. gl. Instru-menten, die bisweilen obligat sind,zu setzen. Heut zu Tage kömmt die-ser Tanz durch die vielen welschenKrauscleyen, die darin von denAusländern angebracht werden, vonseiner Majestät herunter. Auch dieTrios, die nach Menuettenart pianoauf die Polonoise folgen, und itzo inPolen so gebräuchlich sind, sind eineErfindung der Auslander.
Uebrigens ist auch die deutsche Po-lonoise von einem angenehmen Cha-rakter, nur macht sie eine besondereArt aus, der man auch einen beson-dern Namen geben sollte.
Portal.
(Baukunff.)
Giesen Namen giebt man den Haupt-eingängen der Kirchen, Palläste undandrer großen Gebäude. Es unter-
scheidet sich von der Thür nicht nurdurch seine Größe, sondern vor-nehmlich dadurch, daß das Portasdurch prächtige Verzierungen mitSäulen, oder Pflastern, und dendazu gehörigen Gebälkcn, als einbeträchtlicher Haupttheil der Außen-seite der Gebäude in die Augen fallt,'auch wol zu bcyden Seiten derHauptöffiiung noch kleinere Ein-gänge hat, die aber mit demHanpt-eingang durch die gemeinschaftli-chen Verzierungen in Eins gezo-gen sind.
Es scheinet sehr natürlich, daßbei) großen Gebäude» der Haupt-eingang sogleich das Auge auf sichziehe, damit man ihn nicht suchendürfe. Nach der heutigen Bauartist insgemein an einer oder mehrcrnHauptseiten das Portal gleichsamder Augenpunkt, auf den sich allesbezieht. Das Auge fallt zuerst dar-auf, und von da aus übersieht eshernach die Theilc der Fassade.Darum sollte der Baumeister sichzur Hauptregel machen, durch dasPortal gleich die Art und den Ge-schmack des ganzen Gebäudes anzu-kündigen. Ein Portal von schlech-ter toscanischer, oder auch dorischerOrdnung, schikct sich nicht zu ei-nem Gebäude, dessen andere Theileden Reichthum der corinthischenOrdnung anzeigen; so wie ein inseinen Verzierungen sehr einfachesGebäude, auch nicht ein reiches Por-tal verträgt. Eine so natürliche Re-gel aber wird oft übertreten. Mansieht bisweilen Kirchen, an derenPortale aller Reichlhum der Bau-kunst verschwendet ist, da das übri-ge nichts, als eine sehr einfache undbescheidene Baukunst zci^?t. DiesenFehler haben auch die Baumeistermittlerer Zeiten an den sogenanntenGolhischcn^Kirchcn begangen. Wennder ganze äußere Nmfang der Kirchenoch so einfach und cinigermaaßenbäurisch ist, findet man doch bis-weilen