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3 (1793) [K - Q]
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708
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708 Poe

P o e

trachten, und begnüge sich mit demhöchst nochdm ftlgen, so außeror-dentlich ausbrüten, wie Horaz:

> d^it cupicnriumIguäus estirs xeco, cc rrsnsstugs 6i-viramHarles linquere gestio.

Wer, als ein in den höchsten poeti-schen Enthusiasmus gesetzter Mensch,würde, anstatt < Siehe! Lasar,den man roSt gesagt hatte, kommtsiegreich aus Spanien zurükesich so feierlich als Horaz aus-brüten :

btcrculis riru masa stiKus, o plebs,Starre venslem periille IsuromLaestir bisi,sos rcperir periaresVictor st> ors.

Es ist nicht wol möglich, jede War-tung des poetischen Geistes auf dieSprache anzuzeigen; sie kann sichauf jede Kleinigkeit derselben crstre-ken. Vielwcniger lassen sich eigent-liche Gränzen bestimmen, wo die ge-meine Sprache aufhöret, und die poe-tische anfängt. Den eigentlichenförmlichen Vers rechnen wir nichtHieher; weil er aus überlegter Kunstentstanden ssr, und weil die Spracheauch ohne ihn sehr poetisch scyn kann.Bisweilen würket der poetische Geistnur auf den Ton und den Gang derRede, die ohne Veränderung desAusdruks» blos durch andre Ord-nung vom Poetischen ins Prosaischekann heruntergesetzt werden. Folgen-de schöne StropheBiel zu lhcucr durchs Blut blühender

Jüugliugc,

Und der Mutter und Braut nächtliche

Thrckn' erkaust,kokt tnit Silbergctbn ihn die Unsterb-lichkeit

In das eiserne Feld umsonst.

könnte mit Beybchaltung jedesWortes, blos durch veränderte Stel-lung derselben in eine zwar edle, abergar nicht poetische Prose verwandelt

werden. Umsonst lokt ihn dieUn.sterblichkeit u. s. w. Nur die Aus-brüte Silderzeton und das eiserneFelo, müßten etwas hcrabgestimmtwerden. Folgendes Beyspiel zeiget,daß, ohne ein einziges Wort zu ver-ändern, eine schöne poetische Redein eine völlig geineine könne verwan-delt werden. Niemand wird sagen,daß folgende Rede poetisch sc,): Lqui.cltiu rex, inquic, Ocobor tibi cun.dt», qusscurnquo fuerinc vor»; ne.quo ne^abo ine sto Aouto sr^oiics:hoc primuw. dlea st improba kor,tun» sinxit 8inonem tniserum, sin.Aer erism vsnum menriscomque;und doch wird sie, durch andre Orb-ming, ohne Veränderung einer ein-zigen Splbe in eine schöne poetischeRede verwandelt.

Lunkls equisem rib! Ikex kuerintquaecumque ksrebar

Vers, inquir; neque me srgolicacle Zence negsbo.

kkoc xrimum; nec st mii'erum si>r-runs Linanein

pinxir, vsnum erism menstseem-que imprabs stnger ^).

Andremale kommt zu der ungewöhn-lichen poetischen Ordnung und demcmpfindiingsvollen Gang noch dashinzu, daß die Verbinvungs-undBeziehungswörter vom Dichter über-gangen werden, und daß dadurchseine Sprache poetisch wird, wieFolgendes, darin sonst kein Aus-druk, als das einzige Wort singenpoetisch ist.

Der klebe Schmerzen, nicht der erwar-tenden

Noch ungeliebten, die Schmerzen nicht;Denn ich liebe, so liebteKeiner l so wcrd ich geliebt!

Die sanstern Schmerzen, welche zumWiederseht!

Hinblikcn, welche zum Wiederschn

Tief

5) S. barrstzstsna.