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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
688
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zu dike und von übermäßiger Stärkescheinen.

Pfeiler sind überhaupt nach Ver-hälrmß der Hohe diker, als Säulen,tragen also mehr, und werden dagcbrautbr, wo die Säule» zu schwachwaren, besonders wo Kreuzgewölberzu unterstützen sind. Man findet inverschiedenen so genannten gothischcnGebäuden Pfeiler, die aus' viel anund in einander gesetzten Säulen be-stehen, deren zwar jede ihren Knaufhat, alle zusammen aber, um eineneinzigen Pfeiler zu machen, über denKnäufen noch durch ein allgemeinesBand, daS den Knauf oder Kopf deSPfeilcrS vorstellt, verbunden werden,und eben so auf einem gemeinschaftli-chen Fuß stehen, obschon jede, Säulefür sich ihren Fuß hak.

In Bogenstcllungcn werden diePfeiler, welche die Bogen tragen,mit Säulen' oder Pilastern verzieret,wie in der davon gegebenen Zeich-nung zu sehen ist*). Die neuemEtadtthore in Berlin haben statt derPfosten, darin die Thorangcl befe-stiget sind, starke ansehnliche Pfeiler,deren freye Seiten mit zwey dorischenSäulen oder mit Pilastern verziertsind. Der Kranz des Gebälkes machteine große über den Pfeiler und dieSäulen gehende Platte, auf welcherendlich eine pyramidenförmige Tro-phee gesetzt ist; und dadurch bekom-men diese Thore ein gutcs Ansehen.Man kann eben dieses auch bey Por-talen an großen Hofen oder Gartenanbringen.

Pfosten.

(Baukunst.)

Sind in der Baukunst kleine Pfeiler,an den beyden Seiten einer Thür-vffnung, woran die Tbürangel be-festigt sind. -Jede Thüre muß mitPfosten eingefaßt seyn, damit sienicht, wie ein bloßes' in die Wand

*) S. Bogenstellung.

Pfü Pha

gebrochenes'Loch, sondern als etwaswolüberlegccS und abgepaßtes aus-sehe, wie schon anderswo erinnertworden *).

Pfühl.

(Baukunst.)

Ein Glied an den Säulenfüßen, dasim Profil die Rundung eines halbenZirkels hat, und unter die großenGlieder gehört **). Den Namen hatcS daher, weil ein rundes Küssen,oder ein Pfühl, wenn es von etwasdarüber liegendein beschwert, undplatt gedrukt wird, ohngcfahr dieseForni annehmen würde.

Pharsalia.

Aa ich dieses Gedicht nie in derAbsicht gelesen habe, um mir einebestimmte Vorstellung von seinerArt und von seinem poetischen Cha-rakter zu machen, so will ich, stattmeiner Gedanken darüber, hier ei-nen kleinen Aufsatz einrüken, denmir ein durch vielcrley critische Ar-beiten bekannter und verdienter Mannzugcschikt hat.

Man hat diesem erzählenden Ge-dicht des ^ucanus die Ehre einerEpopöe streitig gemacht. Es istaber nicht oanim historisch, weil dieZcitorbnung darin nicht umgekehrtwiro, welches auch in derIIias nichtgcschieyc, und vom Herodorus mehr,als in irgend einem Gedichte" gesche-hen ist; noch darum, weil es aufkeine absonderliche Sittenlehre gebautist; »maßen es, wenn dieses ersödcrtwürde, den Jammer, den die inner-liche Zwietracht mit sich füdret, ge-wiß in so starkem Lichte zeiget, alsimmer die Isias tbur. Was obigeBeschuldigung rechtfertiget, ist, daßes wenig Exempel in sich hat, w>c-

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S. Oeffnung.

5*) S. Glied.