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Die meisten dieser Meister warmDeutsche, die besten ausObcrdcutsch-land und der Schweiz. Darum sollteeine gute Sammlung der kleinen Mei-ster vornehmlich einem Deutschenschätzbar scyn; da sie ein unverwerf-liches Zeugniß giebr, daß die Deut-schen nichr nur die ersten und fleißig-sten Bearbeiter der Kupferstecher-und Holzschnittkunst gewesen; son-dern, daß überhaupt, wie sich Christausdrükt^), die rechte und wahreWeise der Mahlerey beynahe eher undbesser im Elsaß, in Schwaben, inFranken und in der Schweiz, als inItalien ist geübt worden. Unsersgroßen Albrechr Dürers, dessen Ver-dienste bekannt genug sind, nicht zugedenken, wird man schwerlich vonKünstlern der ersten Zeit außerhalbDeutschland so viel und so gute Wer-ke einer achten Zeichnung und An-ordnung zusammenbringen, als dieSammlung der kleinen deutschen Mei-ster enthalt. Unter diesen aber be-haupten die drei) Schweizer AlbrechtAUorfcr a), Jobst Amman b), undbesonders Tobias Stimmer c), einenvorzüglichen Rang.
Zur Belustigung des Lesers willich hier noch anmerken, das die fran-zösischen Kunstliebhaber verschiedeneNamen der deutschen kleinen Meisterauf sehr poßirliche Weise verstellen.Marcin Schön heißt oft le besuNsrtin, auch lUartiu 8con. Se-bald Deham, ein Nürnberger, wirdinsgemein llisbins genannt, weilsein Zeichen auf den Kupfern dieBuchstaben Il8>Z in einander ge-schlungen enthalt.
Die Anzcchlj der so genannten kleinenMeisree, ist zum Theil sehr milikührlich
*) S, Christs Auslegung der Monogram«matum S. 6g,
») (i;n) b) (sl59l,) c) Tob.Stimmer gehört nicht sowohl hierher,als sein Bruder Christoph Stimmer(l6oc>) ein bekannter Formschncider.
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angegeben worden. Die vornehmsten undcigenttichsten sind: Baet.Bvehm (f isgo)HS. Geb. Boehm (f >550) Georg Pens(l?;o) Heine. Mcgecsce Igc. Vinck(f.;üo) Birg. Solis (s,562) HeinrichGocrting.
Pfeiler.
(Baukunst.)
Andeutet jeden langen aufrechtste-hendcn maßiven, aber dabei) unvcr-zierken Körper, der zum Unterstü-tze», oder Tragen einer Last gesetzt ist.Gewöibcr, Bogen, Dclen großerSäle, Hangende Vodcndacher, wer-den vielfältig durch untergesetztePfeiler gestützt und getragen. Eheman in der Baukunst auf Schön-heit dachte, wurde jeder Baum,jede gemauerte Stütze da gebraucht,wo man nachher zierlich geformteSauten brauchte. Der Pfeiler istals die erste rohe Säule der nochnicht verschönerten Baukunst anzu-sehen. Da er niemals zur Zierde,sondern immer zur Nothdurft ge-braucht wird, so haben die Bau-meister weder über seine Gestalt, nochüber seine Verhaltnisse Regeln ge-geben. Man hat runde, vierckigteund mehrekigte Pfeiler. Sie sindnach ihrerDike merklich in derLangeverschieden, verjüngen sich aber nicht,wie die Säulen, wenigstens sehr sel-ten, obgleich Gcamoni sie immerverjüngt hat.
Um aber doch das Nothwendigstebabey zu beobachten, damit dasAuge auch da, wo es eben keineZierlichkeit sucht, nichts Anstößigesfinde, gicbt man in guten Gebäu-den den Pfeilern einen Fuß, undoben ein Gesims, auf welchen dieLast zu liegen kommt, beyde plattund ohne Glieder; zugleich aber über-schreitet man die Verhältnisse nichtso, daß die Pfeiler zu dünne undder Last nicht gewachsen, auch nicht
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