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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
663
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Pau

Pause.

(Musik.)

Bedeutet eine Ruhe, das ist, einkürzeres oder längeres Stillschweigen,das währender Aufführung des Ton-stüks an einigen Stellen zu beobach-ten ist. So wenig die Rede in ei-nem anhaltenden oder steten Fluß derStimme fort geht, so wenig kanndieses im Gesänge'geschehen. So-wol die Nothwendigkeit Athem zuholen, als die Deutlichkeit des Aus-druks erfodert unumgänglich verschie-dene kleine Unterbrechungen, oderRuhestcllen. Die Zeichen, wodurchdiese Ruhestellen in der Musik ange-deutet werden, oder wodurch zugleichihre Dauer ausgcdrükt wird, wer-den Pausen genennt.

Der doppelte Ursprung der Pausemuß den Tonsetzer leiten, sie an dengehörigen Stellen anzubringen, undihre Dauer zu bestimmen. Nämlichin Singestüken muß er erstlich ansdas Athemholen des Sängers Ach-tung geben, und also die Pausendahin setzen, wo der Athen, natür-licher Weise ausgehen muß; zwey-tens aber muß er vornehmlich aufden Ausdruk undNachdruk der Redesehen. Wo die Aufhaltung in derRede nothwendig wird, da muß sieauch im Gesänge angebracht wer-den. Zwar werden die Pausen nichtallemal schlechterdings dabei) noth-wendig. Eine längere Note, odereine Cadenz, kann oft dasselbige ver-richten; aber die Pausen müssen sichnothwendig darnach richten. Dennwie es ungereimt wäre, da, woein vollkommener Sinn aus ist, undwo man einige Zeit braucht, ihnnoch einmal zu überdenken, die Auf-merksamkeit schnell auf etwas ncueSzu führen, so übel wäre es auch-mitten in dem Zusammenhang, cheein Gedanke aus ist, eine Unterbre-chung zu machen, oder eine Pauseanzubringen. Ihr Ort und ihre

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Dauer muß genau mit dem Inhaltübereinstimmen. Die Pausen, wel-che die Nothwendigkeit eingeführthat, werden von feinen Tvnsctzernauch zur Zierde der Melodien ge-braucht. Oft wird durch eine wolangebrachte Pause die Aufmerksam-keit des Zuhörers, den eine unun-terbrochene Folge von Tonen in einekleine Zerstreuung gebracht hat, aufsneue rege gemacht.

Endlich sind die Pausen auch-thig, mn das Stillschweigen einerganzen Stimme und der begleiten-den Instrumente, wo sie eine Zeit-lang ruhen, anzudeuten. Ein Stükmuß nicht immer von denselben In-strumenten begleitet werden, undoft wird sogar alle Begleitung eineZeitlang aufgehoben. Alles die-ses gicbt Ma?-nichfaltigkcit. Insolchen Fällen sind Zeichen nöthig,die den Spielern die Länge ihresStillschweigens vorschreiben. Des-wegen müssen sowol ganze Takte,als jeder einzele Takttheil, desSchweigens durch besondere Zeichenausgcdrükt werden. Sie sind aberfolgende;

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acht Takte; vier T.zwcy T. ein T.

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(Mchlerci),)

Im eigentlichen Verstand das In-strument, mit welchem der Mahlerdie Farben auf den Grund des Gc-mahldes aufträgt und daselbst bcar-beitet. Die Pcnscl sind von ver-schiedener Große und Gestalt. Diegrößten sind von Borsten undstumpf, i»'e kleinesten von feinenTt 4 Haa-