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Künstler von einem angenehmen, froh,liehen, sanftzärrlichen Charakter, odersolche, dey denen eine blumenreichePhantasie und ein lebhafter Witzherrschend ist, mögen sich sehr seltenbis zum Pathetischen erheben. Auchvon Liebhabern der Künste, die diesenCbarakrer, oder dieses Genie haben,wird es nicht vorzüglich geachtet.Darum wird es auch in Frankreichweniger als in England und inDeutschland geschätzt, Boy andern:C soff kann der Künstler seinen Witz,seinen Geschmak und ein cmpfindsa.mcs zärtliches Her^ zeigen; aber hiersehen wir die Starke seiner Seele,und die Größe seiner Empfindungen.Wer diese nicht besitzt, dessen Bcstrc-bcn das Pathos zu erreichen istvergeblich ; seine Bemühung machtihn nur schwülstig oder übertrieben.Dieses sehen wir an einigen deutschenTrauerspielen eines guten Dichters,dem die Natur eine angenehme nichtfinstere Phantasie, ein empfindsamesund zärtliches, nicht ein strenges undgroßes Herz gegeben hat. Ich werftdieses nicht aus Tadelsucht an: dennich liebe den Dichter, und schätze sei-ne Werke von angenehmerem Inhalthoch; dieses Bcyspicl soll blos an-dern zur Warnung dienen.
Auch muß man sich vor dem Wahnhüten, daß blos äußerliche fürchter-liche Veranstaltungen^ das wahrePathos bewürfen. Es muß in denEmpfindungen und Entschließungender Personen liegen, und beymSchauspiel auf eine mäßige, beschei.dcneWeise durch das Aeußerliche un-terstützt werden. In Lesstngs EmiliaGalorci ist viel Pathetisches, ohneschweres Wortgcprange, und ohneviel schwarze, fürchterliche Veran-staltungen für das Auge.
Das Pathetische bekommt seinenWerth von der Stärke und derDauer solcher Eindrüke, die sich aufdie wichtigsten Angelegenheiten des
Lebens beziehen. Denn vorüberge-hende Leidenschaften und genuinesInteresse pathetisch zu behandeln,würde mehr inö Comischc, als insErnsthafte fallen: also hat es nur da istatt, wo es um das Leben, oder umdie ganze Glükscligkcit einer Haupt- ipcrson, ganzer Familien, oder gar >ganzer Völker zu lhun, oder wo derGegenstand seiner Natur nach ganzerhaben ist. Indem es also diewichtigsten Kräfte der Seele reizet,und sie an großen Gegenständen inWärksamkeit setzet, wird das Herzdadurch gestärkt, und sein Empfin-dungsvermögen erweitert. Darumkann keine Nation in Absicht auf !den Flor der schönen Künste sich mitandern in den Streit um den Vor-zug einlassen, bis sie beträchtlicheWerke von pathetischem Inhalt auf-zuweisen hat.
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Bon dem Pathos handeln, unter nieh-rcrn, Udeno Ni stell, in dem zütcn,z?te», zptcn, 4<a und 4>ten s. prozin-u.ism. pvvr dcS zten Bös. — Abt Au-b-ignac, im stcnKap. des 4ten Buches s.prari^ne Nu N'kearre, S. der Am-sterd. Ausg. v. 1715. tzves NNc. parken-lzucs ou Ncz palkiinz ciu mouvemeosä'eipric.)— Clement, im ?lcn Kap.s. Schrift Ne la 'TragcNie, Th. 1. S. >?Z.sl)u Parker. Ne iiruarion i aber vorzüg-lich nur in Beziehung auf die Bvltaiei-schen Trauerspiele.)— I. Riedel, imXV Abschn. f. Theorie, G.der erstenAusg. (aber in dem weitesten Umfange desWortes.)—> I. C. Adelung, im -tenBde. f. Werkes Hefte den deutschen St»l,S. i;c>, der zteu Aufl. Bon dem pathe-tischen Style. — C. Meincrs, im 8tcnKap. S.Zk f. Grundrisses her Theorie undGesch. der sch. .Wissensch. Bein Pathosoder Ausdruck der Leidenschaften in Spra-che, Ton, und Rhythmus. —
Pause.