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nunwol sehr vieles hiervon zu sagenwäre, so wäre es hier eineüberflüßi-gc Weitläufigkeit. In obbesagleinWerke desMariette ist eine sehr schö-ne Abhandlung von der Steinschnei-derkunst enthalten, darin nichts ver-gessen ist, was dazu gehöret; weiles aber mit den Pasten keine Com-nepion hat, so ist hier nnr die Rede,daß die Gelehrten aus Mangel ge-nügsamer Kenntlich hiervon, oft altePasten, wegen ihres harten Glasesfür würkliche Steine angesehen. Ichbesitze einige Stüken Glas von dernnlsivischen Arbeit, aus der So-phienkirche zu Eonstantinopel, welcheich von dem Sccrctair des holländi-sehen Gesandten, als welcher > 4 Jahrin Eonstantinopel gewesen ist, erhal-ten habe: es sind solche so hart, daßsie an Stahl geschlagen, wie ein an-drer Feuerstein, Funken werfen, undman hat einige schleifen lassen, wel-che in Ringen, von eben so schönemLustre, als ein orientalischer Topassind, und so hart habe ich auch ei-nige antike Pasten des Grafen M06-zinski, und des Baron von Gleichengefunden. Nun ist mir auch vormJahre ein dergleichen hartes Glas inSachsen vorgekommen, welches bei)Coburg in der sogenannten kleinenEerre gemacht wird, worzu ein Fluß,fand genommen wird, der alodenndas Glas so hart machet, und wel-ches ich in meinem Ofen, worinnenich doch Kupfenssche brennen kann,nicht so weit zum Samielzen bringenkönnen, daß ich es mit dem Eisenhernach drüken mögen.
Die Jtaliäner und Französin ba-den seit 5c, bis boJahren eine großeMcngcPastcn verfertiget. Des Her-zogs von Orleans ehemaliger Lcib-medicus Mr. Homberg, aus Qued-linburg gebürtig, hat die mcitienSteine aus des Königs in Frank-reich, des Herzogs von Orleans,<mch aus andern Eabinets in Pastengebracht; daher wir auch so viele
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schöne Sachen erhalten haben, wel-che uns svnst unbekannt gebliebenseyn würden. Die italiänischen Pa-sten aber sind meistens von sehr wei-chem Glase, weil in Italien die Koh-len theuer sind: man kann einige mitdem Messer schaben; sie wittern auchin einigen Jahren aus, oder wie mansagt, das Glas bekommt den Schmer-gel; sie machen aber auch die meiste»aus musivischcm Glase, welches einleichtfiüßigcs Bleyglas, und von des- IsircrDauer ist. Ich hatte von eini-gen guten Freunden dergleichen com-municirt bekommen; sie lagen beymir auf dem Tische; da die Sonnedarauf schien, und sie warin wurden;sprangen zwei) davon in viele Stäke,weil das Glas aus vieler Potaschegemacht war.
Von allen diesen Glaskünsienkönnte der vortreffliche Herr Mar-graf«! in Berlin den besten Unterrichtgeben, der in allen Glaskünstengroße Wissenschast hat, und wovonich große Proben gesehen. Pasten zumachen, muß man fein geschleimt«»venetianischen Trippel nehmen, undin eisern Ring den Stein legen, unddamit abdrüken, den Stein alsdcnnbehutsam abnehmen, die Forme wohltrokncn lassen; alsdenn leget manGlas darauf, bringet solche in dieMuffel, wie etwa eine Emailmahlc-re», lässet es weich schmelzen, unddrükcr es mit einem warmen Eist»;bringt solche in Kühlofen, und wennsie erkaltet, hebet man sie von derForm ab, so sind sie fertig. DerSteinschneider muß alsdenn dasübergcdrükte Glas abnehmen, undihnen die gehörige Form geben undpoliren.
Aus diesen Pasten machet manAusgüsse, entweder in Schwefel nntZinober, oder einer andern Erdfarbevermischet, oder gießet sie in Gyps,oder drüket solche in einen guten Lakab, wovon der englische der besteist.; alle diese Arten aber haben ihre
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