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3 (1793) [K - Q]
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großen Mangel. Der Schwefel rie-chet übel, und springet in jählingcrWarme ulid Kalte sehr leicht; derGyps wittert in einiger Zeit auchans; und will man selbige mit an-dern Dingen vermischen, und zu ei-nem Teige machen, wie esbeyGyps-marmor gemacht wird, so -wird derAbdruk nicht scharf; das Siegellakspringt, und schwindet leicht, wirdauch in der Warme stumpf, daß alsodiese Arten jederzeit veränderlich undverderblich sind. Ich habe vor mehrals i ü Jahren mit dem Gyps ein zu-falliges Experiment gemacht. Alsich einige Medaillen abgegossen, hatteich solche in einen Schrank gelcget,und binnen einem Jahre nicht ange-sehen; einmal komme ich darüber,und finde einen graucnStaub darauf;ich wundre mich darüber, wie derStaub darauf gekommen, da dochin den Kasten davon nichts 'zu sehenwar. Ich nehme endlich das sechsteGlas aus meinem Microscopio, undentdeke viele Millionen kleiner Jn-sccten, welche die Ausgüsse so durch-grabcn hatten, daß sie weich waren,wie Kreide: und so ist mirs mit ver-schiedenem Gyps hernach gegangen,ob ich ihn gleich aus Alabaster,Frauencis, oder Muschelschalen bren-nen lassen; er ist allezeit diesem Man-gel unterworfen gewesen, sogar wennich auch Alaunwasser darunter gemi-schet ; daß also mit dieser Art, Aus-güsse zu machen, nichts zu thun ist.

Von der Dauer meiner Abdrüke")verspreche ich mir bis cht alles, weilvon mehr als zehnjährigen Abgüssenoder vielmehr Abdrüken, weder ander Luft, noch Sonne, Hitze undKalte, das allergeringste davon ver-ändert wird; als worüber ich mit un-säglicher Mühe raffinirct. Ich hättezwar sehr viele Massen anbringenkönnen, unter andern auch eine chi-nesische, welche ebenfalls dauerhaft

-) S. Abdrüke l .TH. S. -. s.Dritter Theilz

ist; allein alle diese Arten haben denFehler, daß sie schwinden, und wür-de damit die wahre Größe des Steinsvermindert, wenn auch an der Schär-fe nichts abgiengc.

Viele wollen diese Masse dennochfür Gyps halten; es ist mir diesesaber einerlei). Wenn die Abdrükescharf und aceurat sind, von bestän-diger Dauer und Festigkeit bleiben,so glaube ich meine Absicht erreichetzu haben, welche aber bcy puremGyps niemals zu erlange» ist. Daseinzige dabey muß man in Acht neh-men, daß sie nicht naß werden, dennsonst verlieren sie ihren Lustre, ob esgleich sonst nichts schadet; und wennnoch so viel Staub darauf lieget,darf man nur einen weichen Haar-pinsel nehmen, und sie abstauben, eswird niemals stumpf werden. Aufdiese Art glaube ich, daß me-ne Käu-fer nicht betrogen werden, und icherreiche meinen Zwek, den schönenWissenschaften durch diese Productio-nes nützlich zu seyn."

Daß schon die Alten geschnittene Steinein gefüebtes Glas abdruckten, erhellet ausdcmPliniuS, bib. XXXVI. c.-6. undaus dem Seneca, bchiü.XL. und Ma-riette ftl'raire ciez l'ierres grsvecs, I.S.sz. will sogar, dag sie deren in GlaSgeschnitten haben. Auch sind von jenenPasten viele auf uns gtkommrn. In denneuecn Zeiten ist, eben diesem Schriftstel-ler zu Folge (a. a. O>) ein MaylllndischcrMahler, Zrane. Viccrvmite, gegen Gndedes i;teii Jahchundertes, einer der erstengewesen, welche Glaspasten verfertiget.Von dem Matthäus (Uo rerum inven-roribuz S. Z8) wird sie aber einem ge-wissen Angel. BarrveUus zugeschrieben.Allein Alb. Neri und Kunkel brachte» sie,durch die Kunst, dem Glase die Farbendcr Edelgesteiue zu geben, unstreitig zu ei-ner höhcrn Vollkommenheit, und vondem erster» schreibt sich auw wohl derNähme Paste selbst, in dieser Bedeutung,

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