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»ins, gössen den die Parodie ein be-wahrtes Mittel ist. Davon habenwir an dem Ln 5 cl'osuvre ü'un ln.coimu ein Bcyspicl. Aber ohne siezu so gncen Absichten anzuwenden,sie blos zum Lusiig>uachen brauchen,ist ein hochstvcrdcrblichcr Mißbrauch.Zum Glük hat der Leichtsinn der Pa-rodie unfern Parnaß noch nicht an-gcstekt, obgleich hiev und da sichSpuren dieser Pest gczciget haben.Und da sich die Anzahl gründlicherKunstrichtcr inDcutschland noch im-mer vermehret, so ist zu hoffen,daß sie sich bcy Zeiten mit dem ge-hörigen Nachdrnk dem Mißbrauchwidersetzen werden, sobald das Ein-reißen desselben zu befürchten seynmöchte.
Ausser der, von H. S. angeführten,von -H. Srephanus verfaßten und Heydem blom. er lies, l'ar. 157;
abgedruckten Abhandlung von den Paro-dien der Alten, handeln davon überhaupt:I. C. Scaligeu (linkten Kap. des itenBuches s. Poetik.) — I. F- Rapp (Inder Vorrede zu s. Ausgabe des Vavassor,Uchs. 1722. 8. S. XXXIX und diu.)— Zeav. Guadrio (Im >ten Bde.S. >76 s. 8ror. e Käß. cl'oßni poelia.)
Cl. Sallier (vitc. lur lurißiuc ectur lo carattero cie la ?aroclie, indemloten Bde. der Xlem. <le I'sZcaä. clcaIntcripr.)— Ungen. (vitc. ä loc-cafion ä'un ckikc. cko Xlr. l). d. chl. lurlos haroäiea, ?ar. l7Z^> —
Domairon (Im -ten Bde. S. zoü f.keine. gen. ckes bellea lerrrce, Kor,>785. l2. aBdc )— I. Jasedow(Im 299 §. s. Lehrbuches Poet, und Pros.Wohlrcdenhclt) — I. I. Eschenburg(In s. Entw. einer Theorie und Litterat.der sch. Wissensch. S. 87. §. >5 ». l- derersten Ausg.) — <5. F. Flöget (In f.Gesch. der komischen liltcrat. Bd. l.S.Z49. Vd.g. S. zpi.und des Groteske-komischen S. >07.) — Auch finden sich,über die griechischen Parodicnschrcibcr noch
Littcrar, Nötigen in kobrieii Libl. gr.
I.ib.Il. c.7. H. 2.
linier den neuern Völkern, sind auchin dieser Oicptart die Italiener den übri-gen zuvor gegangen. Die tinelst» res-velli» des Giovb. Lalli (st >677) erschienRom. 1615. 12. Auch lassen sich vielleichtnoch einige andreGcdichle hiehcr rechnen:aber, so viel lch weiß, haben sie nie dra-matische Gedichte parodirt. — In Lrantl-reicki ist die Parodie clmsiger betriebenworden. Scacrons travestirte Eneidekam im I. 1648 heraus; und mehrereelastische, so wohl als neue, erzählendeDichter haben mit dem Virgil einerlei)Schicksal gehabt. (S. die Art. Erzäh-lung und ^elocngcvicht.) Am häu-figsten aber hat man auf dem Theater da-von Gebrauch gemacht. Das erste, pa-rodirtc Trauerspiel, war die Andromachedes Racine, und dieses Stück, welchesnicht erst lange nach ScarronS Acncidc,wie H. S. sagt, sondern bereits im I.>667 erschien, obgleich, so viel ich weiß,nicht gespielt worden ist, führt de» Titel,l.s tolle czuerclle. Indessen hat derGeschmack darin in neuer» Zeiten sehr zu-genommen ; jedes merkwürdige Stück istdamit verfolgt worden. Oic bekanntestenVerf. dieser Parodien sind: M. Ant. leGrand (st 172z) Pitt. Fr. Biamolclli,Dominique gen. (st 1754) I. Ant. Ro«magnesi (f 1742) Al. Rene Lc Sage(f 1747) Louis Fuscliec (f 17s-.) I.Jos. Vade (1-1757) Jacq.Baillod-iM)Panard (I1769) Alex. Piron (t>77Z.)Touss. Jasp. Taconnet (st 1774) Apguc.beere, Fr. Th. Scutrp, u. v. a. m.Auch ist eine Sammlung davon, unterdem Titel: karoäies clu nouv .lkesrreIcalicn, avec les oirs, kor. >7Z>-17z;. ro. 4. 4 Bde. vorhanden. —Von Englische» Parodien, sind mir,ausser einigen Travcstirungcn des Homerund Virgil, keine bekannt. Unter dendramatischen Stücken der Engländer könnteder bekannte Kebeartol hicher gerechnetwerden, so wie einige Stücke von Th.Ouffet. — In Beucschlnni? ist Virgil,zum Thcil Stückweise, wie von Michael