Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
651
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Pa r

Par 6zr

»ins, gössen den die Parodie ein be-wahrtes Mittel ist. Davon habenwir an dem Ln 5 cl'osuvre ü'un ln.coimu ein Bcyspicl. Aber ohne siezu so gncen Absichten anzuwenden,sie blos zum Lusiig>uachen brauchen,ist ein hochstvcrdcrblichcr Mißbrauch.Zum Glük hat der Leichtsinn der Pa-rodie unfern Parnaß noch nicht an-gcstekt, obgleich hiev und da sichSpuren dieser Pest gczciget haben.Und da sich die Anzahl gründlicherKunstrichtcr inDcutschland noch im-mer vermehret, so ist zu hoffen,daß sie sich bcy Zeiten mit dem ge-hörigen Nachdrnk dem Mißbrauchwidersetzen werden, sobald das Ein-reißen desselben zu befürchten seynmöchte.

Ausser der, von H. S. angeführten,von -H. Srephanus verfaßten und Heydem blom. er lies, l'ar. 157;

abgedruckten Abhandlung von den Paro-dien der Alten, handeln davon überhaupt:I. C. Scaligeu (linkten Kap. des itenBuches s. Poetik.) I. F- Rapp (Inder Vorrede zu s. Ausgabe des Vavassor,Uchs. 1722. 8. S. XXXIX und diu.) Zeav. Guadrio (Im >ten Bde.S. >76 s. 8ror. e Käß. cl'oßni poelia.)

Cl. Sallier (vitc. lur lurißiuc ectur lo carattero cie la ?aroclie, indemloten Bde. der Xlem. <le I'sZcaä. clcaIntcripr.) Ungen. (vitc. ä loc-cafion ä'un ckikc. cko Xlr. l). d. chl. lurlos haroäiea, ?ar. l7Z^>

Domairon (Im -ten Bde. S. zoü f.keine. gen. ckes bellea lerrrce, Kor,>785. l2. aBdc ) I. Jasedow(Im 299 §. s. Lehrbuches Poet, und Pros.Wohlrcdenhclt) I. I. Eschenburg(In s. Entw. einer Theorie und Litterat.der sch. Wissensch. S. 87. §. >5 ». l- derersten Ausg.) <5. F. Flöget (In f.Gesch. der komischen liltcrat. Bd. l.S.Z49. Vd.g. S. zpi.und des Groteske-komischen S. >07.) Auch finden sich,über die griechischen Parodicnschrcibcr noch

Littcrar, Nötigen in kobrieii Libl. gr.

I.ib.Il. c.7. H. 2.

linier den neuern Völkern, sind auchin dieser Oicptart die Italiener den übri-gen zuvor gegangen. Die tinelst» res-velli» des Giovb. Lalli (st >677) erschienRom. 1615. 12. Auch lassen sich vielleichtnoch einige andreGcdichle hiehcr rechnen:aber, so viel lch weiß, haben sie nie dra-matische Gedichte parodirt. In Lrantl-reicki ist die Parodie clmsiger betriebenworden. Scacrons travestirte Eneidekam im I. 1648 heraus; und mehrereelastische, so wohl als neue, erzählendeDichter haben mit dem Virgil einerlei)Schicksal gehabt. (S. die Art. Erzäh-lung und ^elocngcvicht.) Am häu-figsten aber hat man auf dem Theater da-von Gebrauch gemacht. Das erste, pa-rodirtc Trauerspiel, war die Andromachedes Racine, und dieses Stück, welchesnicht erst lange nach ScarronS Acncidc,wie H. S. sagt, sondern bereits im I.>667 erschien, obgleich, so viel ich weiß,nicht gespielt worden ist, führt de» Titel,l.s tolle czuerclle. Indessen hat derGeschmack darin in neuer» Zeiten sehr zu-genommen ; jedes merkwürdige Stück istdamit verfolgt worden. Oic bekanntestenVerf. dieser Parodien sind: M. Ant. leGrand (st 172z) Pitt. Fr. Biamolclli,Dominique gen. (st 1754) I. Ant. Ro«magnesi (f 1742) Al. Rene Lc Sage(f 1747) Louis Fuscliec (f 17s-.) I.Jos. Vade (1-1757) Jacq.Baillod-iM)Panard (I1769) Alex. Piron (t>77Z.)Touss. Jasp. Taconnet (st 1774) Apguc.beere, Fr. Th. Scutrp, u. v. a. m.Auch ist eine Sammlung davon, unterdem Titel: karoäies clu nouv .lkesrreIcalicn, avec les oirs, kor. >7Z>-17z;. ro. 4. 4 Bde. vorhanden.Von Englische» Parodien, sind mir,ausser einigen Travcstirungcn des Homerund Virgil, keine bekannt. Unter dendramatischen Stücken der Engländer könnteder bekannte Kebeartol hicher gerechnetwerden, so wie einige Stücke von Th.Ouffet. In Beucschlnni? ist Virgil,zum Thcil Stückweise, wie von Michael