Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
641
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O ß i 64?

gen ein Nebel von ihren Gefährtengetrennt halte, Key Ronans Grottezusammen. Der Jüngling crblikr ei-nen Hirschen auf der Höhe. Er bit-tet die Schöne, in der Grotte sichetwas zn verweilen, bis er den Hir-schen erlegt habe. Die Folge der kur-zen Geschichte erzahlt der Barde so:

Lomal! Ich fürchte dcndüstcrnGormal,

Meinen Verfolger. Auch er besuchet

die Grotte von Ronan.Unter den Waffen, da will ich hier ruh»;

doch kehre, «nein Theurer,Kehre bald wieder! Er eilt aus Moraden Hirschen entgegen.

Aber indessen entschließt sich dicTochtcr

von Conloch den TreusinnIhres Buhlen zu prüfen. Die nied-lichen Glieder bcdckclMit dem Geschmeide des Kriegs verläßtsie die Grotte. Nun glaubetLomal den Gegner zu sehn. Ihn, pochetdas Herz; er entfärbt sich;Finster wird« um ihn her. Er belastetden Bogeii; der Pfeil zischt.Ach Galvina! sie sinkt in ihr Blut! Nunstürzt er zur Grotte' Wütend, und rufet die Tochter von Con-loch Die einsamen FelsenStarren verstummt Mein süßes Ver-gnügen wo bist du? Gieb AntwortEndlich erblikt er ihr zitterndes Herz.

Sein Pfeil ist darinnenMeine Galvina! dich Hab ich erlegt ? undvergeht ihr am Busen

Man hat hier zugleich eine Probe vonder Kürze der Erzählung, deren wiroben erwähnt haben. Die Schonehatte die Grotte kaum verlassen, daEomal sie verkleidet sieht. Dannsagt uns der Dichter nicht, was die-ser, da er sie in der Grotte vergeblichgesucht, gedacht habe. Wir sehenihn gleich wieder an dem Orte, woGalvina gefallen ist. Denn ist Co-mals Klage so kurz, wie der tödren-de Schmerz es erfoderk. Wie viel

») Fingal >i. Buch.

Dritter Thril.

Verse würde hier nicht ein poetischerSchwätzer, wicOvidius, verschwen-det haben?

Der Licblingsstoss unsers Bardenscheinet das Pathetische zu scyn, wor-in er ganz fürc, csslich ist. Man wirdm dieser Art nicht leicht etwas schö-neres antreffen, als die Stelle vonFissaus Tode im VI. Buche des Ge-dichts Temora.

Aber es ist Zeit abzubrechen. Mantrifft auf jeder Seite dieser fürrrcffli-chen Bardengesange ans Stellen, de-ren Schönheit man anzupreisen Lustfühlet- Was hier gesagt worden, istohne Zweifel hinlänglich denen, dieihn noch nicht kannten, schnell dieHand darnach auszustreken. und de-nen, die ihn schon ans der Hand ge-legt, Lust zu machen, ihn wieder vor-zunehmen.

-4- 'S-

Proben von den, unter Osslans Nah-men, gehenden Gedichten erschienen zuerstin den ssem-in- ok »nc. ssnerrz- cvl»Icökeci in rke ktiZlilznels 5c<irrl-nck>760 .1,. und darauf, einzeln, ssin»g-I , . . honel, 1762. 4. I cmnr,>76;. 4. endlich vollständig, unter derAufschrift, puemz ot Villa» 176z. 8.-Bde. 177z. z. - Bde. und öfterer. OerGcdichtr überhaupt sind einige zwanzig. Uebcrseyr, in englische Verse,der Fingal, von Hooic 177z. 4. VonEmen Camero» 1777. 4. Oer Krirg vonJni Thona, in den l'veric bssull»»->777. 4. Ob eine, in eben diesem Jahrezu Oxford gedruckte Hebers des Fingaleine neue Arbeit ist, weiß ich nicht. Inlateinische Verse, Temora, das ersteBuch, >769. 4. Auch har Rod. Mac»farlan nachher noch mehrere Srückc her-ausgeben. I» das Italienische, vonCesarotti, Padua 176z. z. - Bde. voll-ständig, cbend. 177z. 8- 4Bde. 178z. >0.z Bde. I» reimfr. Verie, mit Anmerk.I» das Lranzosifche, Carlhvn, voneinem Fezr. Lovd. 176-. 8- MehrereStücke, als Carthon, Rpno und Alpin,Ss Shilric,