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von Fingals Große und von seinesSohnes Genie, sie zu schildern, zeu-get. In der Schlacht, die den Stoffder Epopöe Temoca ausmacht, sahder König, nach Gewohnheit seinerZeit, dem Streit von einer Höhe zu.Die Feinde waren außerordentlichtapfer, und Lillan, Fingals Sohn,der der Hauptanführer war, fielunter dem Schwcrdr des feindlichenHeerführers, als eben die Nacht dieHeyden Heere vom Streit chbrufte.Der König entschließt sich nun selbstin die Schlacht zu gehen, und thutdiesen Schluß nach damaliger Krie-gcsarr dadurch kund, daß er mit demEpeer dreymal an sein Schild klopfet.Dieses Zeichen wird von seinem unddem feindlichen Heere wol verstanden,und der Dichter beschreibet uns dieWürkung davon also:
Geister entwichen von jeglicher Seite *),
sie rollten im WindeIhre Gestalten zusammen; die Stlm-
wen des Todes erfülltenOrcvmal das scrlünglichte Thal, undohne den Singer der BardenBebte von jeglicher Harfe den Hügel
hinüber ein Weh'laut.
Aber der Schild klang wieder. Da träuni-ten die B!«inner von MorvenEitel Gefechte, da glünzre der weil sich
mälzende BlutstraußUcbcr ihr ganzes Gemüth. Plauschst-
digc Könige stiegenNieder zur Schlacht. Es bliktcn Ge-schwader im Fliehen zurüke.
Endlich erhub sich das dritte Getön,und von Höhlen der BergeSprang das erbebende Wild. Manhörte durch Wüsten dcrDögclZages Gekreisch — *^).
Und dieser im Streit so fürchterlicheHeid hat ein Herz voll Großmuth,voll Zärtlichkeit und voll Bcscheiden-
*) Die Selten glaubten, die Luft scyvoll von Geistern verstorbener Helden,die einen Körper von sehr feiner Ne-bcimateric hätten.
-»*) Temora vil Btich.
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heit. Man denke nach, ob folgendeZüge dieses Unheil bestätigen.
Swaran, König von Scandina-vien, ein finsterer, trotziger und grau-samer Fürst, hatte einen Einfall inIrland gethan, und Fingal war auchmit einer Flotte dahin gekommen,um dem noch minderjährigen Königin Irland Hülfe zu leisten. Vor derHauptschlacht hatte Fingal, wie esdamals gebräuchlich war, dm Swa-ran freundschaftlich auf ein Mahleingeladen; aber dieser Halle die Ein-laduüg brutal abgeschlagen. DiesenSwaran überwand Fingal in einemZweykampf, nahm ihn gefangen undübergab ihn zween seiner Helden mitdieser Empfehlung:
BewahretLochlins Gebietern! Er gleichet an Stär-ke den zahllose» WegenSeiner Meere. Sein Arm ist Meister
im Kampfe, von altemHeldcngcschlcchtc sein Blut. Du mei^
ner Dersuchtcsten erster,Gaul! undOßian! du, der Lieder Ge-waltiger ! thut euchFreundlich zum Bruder dcrAngadecea!
Durch eure GesprächeSchwinde sein Trübsinn dahin *).
Aber der wilde Swaran war nichtzu besänftigen. Als er nach vollen-deter Schlacht zu Fingals Gastmahlgezogen wurde, erschien er in finstererTraurigkeit da. Dieses schmerzetunfern Helden, er sagt:
Uliin**) erhebe denFrlcdengcsang!—-
Hundert Harfen die will ich hier nahe.
Sic sollen mir SmaransSeele vergnügen. Ich will ihn in Freu,den entlassen; denn keinerSchied noch traurig von mir f).Die Art, wie Fingal dem überwun-denen Feind den Frieden anbietet und
ihn
») Fingal V. Buch. , ^
**) Dieses war der Hauptbarhe Fingals.5) Fingal Vl. Buch,