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denkt nnd empfindet. Eine der wich,tigsten Botschaften, die ein Griechemit sehr viel schonen Worten und inkünstlichen Perioden würde vorge-bracht haben, wird hier in überauswenig Worten, aber nachdrüklich undvollständig abgelegt. Der Herold,der dem ftindlichmHeerführervorderCchlachr den Frieden anbieten soll,erscheint, und sagt» ohne weitereEhrenanredc, kurz und gut:
-— Ergreif ihn den Frieden vonSwaran,
Welchen er Königen stiebt, wenn Völker
ihm huldigen! NlliiiSLiebliche Flächen begehrt er und deine Gc«nie.hlin.dicOogge imlFüßen desWindes.Eicb ihm diesen Beweis von deinem
unmännlichen Arme,Führer, und lebe forthin dem Winke vonSwaran gehorsam *).Dieses ist eine der längsten Reden beyGesandschasten. Noch kürzer ist dieAntwort:
Sag es ihm, jenem Herzen des Stolzes,dem Herrscher von tochlin.Cucullin weicht nicht! Ich bicth ihmdie dunkelblauiichtcRükfahrtUcbcr den Ocean,, oder hier Gräber für
all sein Geleit an.
Nie soll ein Fremder den reizendenStrahl von OunSeaich *) besitzen!Niemal ein Rehe durch Berge von loch.
lin dem Halligen FußeMeines tuathS -s) enteilen.Bey Borschasten, deren Inhalt undAntwort man errathen kann, laßtder Dichter insgemein gar nicht sprc-chm. Cairbar, ein Heerführer, sendetden Barden Olla, (diese sind insge.Mein die Herolde,) um nach der Ge-wohnheil dieser Volker den Oscar, ei-nen feindlichen Heerführer, zum Fest
») Fingal Ii Buch. Ich führe dieSteilen nach des P. Denis Uebcrse-tzung an, die frcyiich durchgehend-er,^» weniger kurz ist, als Macphcr«son'S Peose,
-"'D Cucullins Gemahlin.
Sein Hund.
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einzuladen. Aber weder Cairbar,noch der Dichter, legen dem Heroldeine Rede in den Mund. Der Dich«ter sagt:
Itzo kam OIIa mit seinem Gesang: ZumFeste Cairbar« mache mein Oscar sich auf.
Die fcyerlichstcn Feste werden inzwei) Worten beschrieben. Nach ei-nem großen Sieg gab Fingal ein Fest.Die ganze Beschreibung hiervon istfolgende:
Aber die Seite von Mora sieht itzo die
Führer zum MahleAlle vcrsanmielt. Es lodert zum Him.
mel die Flamme von tausendEichen. Es wandelt die Kraft dcr Mu-scheln f) ins Runde. Ocn KriegernGlänzet die Seele von tust.
Diese Kürze herrscht überall, essey, daß der Dichter selbst spreche,oder daß er andere reden laste. Unddarin ist dcr Vortrag mehr lyrisch,als homerisch - episch. Denn sogarviel zur Handlung nothwcndig gehö-rige Dinge werden, wo man sie er-rathen und selbst hinzudenken kann,übergangen; daher oft ein schneller,wahrhaftig lyrischer Ucbergang voneinem Theil der Handlung auf denfolgenden.
Man nimmt überhaupt beyOßian sEpopöe wahr, daß es dem Bardennicht sowol um die umständliche, alsum eine nachdrüklichc Schilderungder Hanpthandlung selbst, und desEinzelen, zu thun war. Sein Zwekist allein die Schilderung seiner Hel-den: dies war des Barden Amt.Homer laßt sich in tausend Dinge ein,die aus andern Absichten da find.Daher entsteht meines Erachtens dergrößte Unterschied in dcr Manier bey-dcr Dichter. Oßians Epopöe, alsein vor unfern Augen liegendes Gc-mahldc betrachtet, ist unendlich we-niger reich an Gegenständen, und an
Man-
*) Jas Getränk, das aus Muscheln ge-trunken ward.