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den wird. Sein Leben desTeistcamGhanvg wird wol das einzige Werkseiner Art bleiben: aber seine empfind-samen Reisen baden Nachabmcr ge-funden, und verdienen es auch. Denndie Srernischc Art, die gemeinstenWorfalle des täglichen Lebens anzu-sehen, ist gewiß wichtig, und wirdmanchen Menschen zur genauerenSclbsterkcnntniß führen, als jederandere Weg, den man dazu einschla-gen konnte.
Wir können hier die Frage nichtmir Stillschweigen übergehen, war-um die Originalgeister so selten sind.Es ist wahrscheinlich, daß mehr dieNachahmungssucht, als eine ge-wisse Kargheil ScrRatur in Auschei-luug ihrer Gaben daran Schuld sey.Man sieht Genies, die vollkommenaufgelegt sind, selbst Originale znsenn, und dennoch von jener Suchtaügestekt werden. Deutschland selbstbesitzt einen Mann von großem Ge-nie, der von der Natur mit man-cherlei) sehr vorzüglichen Gaben ver-sehen ist, und der in mehr als einemFach ein fürtrefflichcs Original scynkonnte; Und doch sehen wir ihn ittmancherlei) nachgeahmten Gestaltenerscheinen, durch welche der Original-geist immer durchscheinet. Bald reiztihn der jüngere Crebillon, bald Di-VersS, bald Scetme zur Nachah-mung. Einigen Originalköpfen mages auch an Muth fehlen. Indem siesehen, wie allgemein schon vorhandeneWerke bewundert werden, wie dieKunstrichtcr dieselben zuMusicrn auf-stellen; wie sogar aas dem, wasdiese Werke an sich haben, allgemei-ne Regeln für die ganze Gattung ab-gezogen werden: so getrauen sie sichnicht, einen andern Weg einzuschla-gen. Sie besorgen, eine Ose, dienicht horazisch oder pindarifch, einTrauerspiel, das nicht nach den grie-chische» Mustern gemacht ist, möchteblos darum keinen Beyfall finden;und darum zwingen sie ihr eigenes
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Genie unter das Joch eines fremde»Gesetzes. In Frankreich mag man-cher Originalgcist durch diese Besorg,niß unterdrükt werden. Denn dieseNation scheinet nichts für gültig er-kennen zu wollen, als was den Wer.ken ähnlich ist, die in den so sehr ge>priesenen Zeiten Ludwigs des XIV.gemacht worden. Wir urtheilcnzwar freyer, weil wir selbst »ochnicht lange genug große einheimischeMuster vor uns haben: aber esscheinet doch bisweilen, daß einigeKunstrichter gewissen Werken des-wegen ihre» Beyfall versagen, weilsie von den gewöhnlichen Formenabgehen. Etwas Stolz, wenigstensZuversicht in seine Kräfte, steht demGenie wol an, und es nimmt da.her neue Kräfte; gegen den TadelNachahmender Kunstrichter ruft ihmein unparthcyischcs Publicum daskapere auäe desHoraz zur Aufmun-terung zu.
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Au diesem Artikel gehören : Ooujefiu.res vir original Lompotirion ....k.oN(Z. 1759-8. »onEd-UoiMg Deutsch,mit einem Schreiben» warum wir Deut-schen seit zehn Jahrrn so wenig Original«schriftstellcr aufzuweisen haben? teipj.i?6v. 8- Neu übers, cbend» 178S. 8.(vergl. mit dem stcn Aufs, in I.I,Rim-bachs Abhandl. aus der Gesch. und Lil-tcrat. Salle 177,. 8.) — kellex. onvrigiizslirz- in ^Utkors, OoNil. 1766.8. — Originalgenic, rin Aufs, vonSchubert, im gtenSt. der deutschen Mo«natsschr. v. I. 179z. dl. 4. — Sichtübrigens den Artikel Genie. — undSchotts Theorie der sch. Wiffcnsch. Vd. >.S. «5». ^
Originalwerk.
(Schöne Künste.)
Es giebt zweyerley Arten der Kunst-werke, denen man diesen Namengiebtz denn er bedeutet entweder ein
Werk,