Ora
O r a
wurden, doch mit Gesang verbunden Wa-sen. (S. die Annieek. deS Apost. Zenozu seiner Ausg. von des Fontanini IZiUI.llella LIncz. Irol. Bd. l. S ..489.) Soführt, z. B. Burnel) in s. biiil. obketus.V»I. I V. cd. z. eine Onncchie äe loksfi-ti»n an, worin Gott her Vater seine Aollcin dee» Stimmen zugleich zu singen hatte.Und diese Mysterien selbst schrieben sichvon den christlichen Pilgcimnien her, wel-che sehr frühzeitig schon nach dein gelob-ten Lande, oder nach andern heiligen Or-ten wahlfartheren. „Sie verfertigten/'sagt Menestcicr, a. a, O. „auf ihren Rci.„scn gewisse Gesänge, worin sie von dem„beben und dem Tode des Sohnes Got-tes oder vom jüngsten Gericht han-delten; diese Gesänge waren zwar nicht„sonderlich ausgearbeitet; allein die Mc<„lodie und die Einfalt der damahligcn„Zeiten machte solche pathetisch. Sic be-dangen auch die Wunderwerke der Heili-gen , die Martern derselben und gewisse„Fabeln, welchen das abergläubische Volk„den Nahmen Erscheinungen bcylegtc.„UebrigenS reiseten sie Haufenweise zusani-„mcn, trugen, ncb-st dem PilgrimSstabe,„Hüthc und Mäntel, welche niit Mu-„schein besetzt, oder sonst bcmahlt waren,„und sangen ihre Gesänge auf den. Stras-
„scn und öffentlichen Plätzen.^ Aber
die Form , welche die Oratorien jetzt ha-ben , erhielten sie zuerst in Italien; und.die Einführung, oder Erfindung derselbentvird dem Heil. Philipp von Neri,, Stif-ter der Congrcgation der Väter des Ora-tvril im I. >54" zugeschrieben. Um denRömern, welche so vieles Vergnügen anher Musik fanden, dieses Vergnügen auchausser dem Larnaval, als während wel-chem sie es nur völlig im weitesten Um-fange genießen konnten, zu verschaffen-ließ er geistliche Gespräche, z. B. zwischenhcrSamaritancrinn und Christo, zwischenTobias und dem Engel u. d. m. und sogar Allegorische als zwischen der Reue unddem Glauben, in zwey Tbcile abgethcilt,von Dichtern schreiben, von Musikernetzen, und in der Kirche ausführen. Dieerstem derselben wurden indessen unter
dem Tltcl, d.iucii lpftiruili gedruckt,wovon einer der ersten Verfasser der P.Agostino Mann! war; und von welcheneines der merkwürdigsten die ftzpproicn»rsrione <li sniiris e <ii corpo, gesetztvon Emilie des Cavalieri, gewesen scynsoll. Es soll den ersten musikalischen Ver-such im Recitativ Styl enthalten, hatkeine Arien, sondern besteht bloe aus Re-citativen und Chören. Der Vorrede zuFolge scheint cS mit Tänzen verbunden ge-wesen zu seyn; auch sind in dieser Vor-rede die Kleitungen der spielenden Per.ihnen, welche, ausser dem beide med derSeele, aus der Welt, dem menschlichenbeben, u. d. m, bestehen, so wie dasSpiel derselben bestimmt. Erst in derMitte des iMi Jahrhunderts erhielten sieden Namen von Oratorien, wahrscheinli-cher Weise von der Gesellschaft, in wel-cher sie ihren Ursprung »ahmen; und inden ftiwe des Lrcs. 2öalSucci (f>645)finden sich die erster» mit diesem Nahmen.Are. Spagna brachte, um das I. >6;6eine Verschiedenheit in die Form derselben.Ursprünglich waren sie »ähmlich mehr Er-zählung, als Drama; eine besondere Per»'son sagte den Zuschauern die Geschichte,die sie hören würden, den Ort, wo, unddie Umstände, unrcr welchen sie sich zuge-tragen habe, oder den Jnnhalt, worübergeredet werden würde, zuvor; und in denältcrn Stücken dieser Art nimmt dieseIftoria, odee Veibc» den größten Theil ein;folglich fanden dann wenige Arien Statt,und die Stücke waren äußerst langweilig.Diese Geschichte, oder der Jnnhalt wur-de zuerst von gedachtem Are. Spagna, inf. Dcborah im I. >6;6, zur Accgernißvieler frommer Seelen, weggeworfen.Die besondecn Gründe, welche er dazu ge-habt hat, sind von ihm in dem angeführ-ten Ollcorla ckiißrnorieo ausgeführt wor-den. Das erste Oratorium in drcy Artengab Malalcsta Steinalt (den H. Hadria-nuö) und das erste in fünf Acten, Giul.Cef. Grazzini (den H. Georg.) Ucbri-gcnS haben deren noch bev den Italie-nern geschrieben: äbelio Orsini (f >696)Franc. Si L.emene (s >704. S. denQq Z U"