Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
610
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schrieb und übersetzte und setzte aber auchkomische Oper, was nur die Feder füh-ren konnte. Am vorzüglichsten haben sichdamit beschäftigt: I. I, Eschcnburg(Lucas und Hannchen, Brschm. 1768. 8.und ein paar Stücke aus dem Franz. undJtal. übersetzt.) Joh. Dcnj. Michae-lis (f >77-. Operetten, Leipz. >772. 8.und in seinen Einzelen Gedichten nochzwcy andre. C- G. Neefc hat eine davongesetzt.) Gottl. Ephr. -Hermann(Daö Roscnfcst, Weimar 1771. 8. Dietreuen Köhler, Leipz. 1772. 8. ges. »onF. W. Wolf. Die Oorfdeputirtcn 177z.8. ges. von cbend. Der Abend im Walde>774. 8- ges. von cbend.) - ?. ?. En-gel c^Oie Apotheke, Leipz. -772- 8. ges.von E. G. Neefc.) Ijol). Andre(Lustsp. und Operetten nach franz. Mu-stern, Frft. ,77, u. f. 8. z Th. OerTöpfer 177z. 8. Orr alte Frcvcr 1775. 8-Auch ist der Vers, als glücklicher Opcrct-

tcneompvnist bekannt.)Friede. U?ilh.

Gotter (Singspiele, Lcipz. 177?. L.

1 Bd. und auch verschiedene cinzele.)>I. w- v. Gotho (Erwin und Elmire,Frst. >775. ges. von I. Andre. Claudincvon Villa Bella, Verl. 1776. 3.)A. G. Meißner (Operetten, Leipz.>778. 8.) 6. F. Breizner (Ope-retten, Leipz. 177-?. 8-) G. Gtc.phani (Operetten, Wien 178z. 8. Licgn^1792. 8.) C. F. v. Bonin, K. Her-klot, B. C. Oarien, I. W. Winter,I. G. Jacobi, W. G. Becker, W. C.S. Mylius, u. a. m. Sammlun-gen: Komische Opern, Verl. 1774-1776.8. z Th. Samml. der Koni. Operetten,so voN der Churpftllzischen deutschen Hof-schauspielergescllsch. ausgeführt worden,Frft. 1770-1778. 8. 6TH. LyrischesTheater der Deutschen, Leipz. ,78-. 8.

2 Bde. Singsp. nach ausländischenMustern, v Grogmann, Frft. 178?. 8.. Und ausser den genannten Com-ponistcn haben deren noch gesetzt Bcnda Dittersdorf> Mozart Eberl- Frz. v. Bocklin- u. a. m.-----Und von der komischen Oper handeln:Ein paar Aufs, in Hillers Wöchcntl. Nachr.

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v. I. 1766. S. 25z und 1767. S. iz;, überLisuart und Oarivlette Schreiben überdie komische Oper, cbend. im Anhangezum dritten Jahrg. S. 89.- ?oh.Fdr. Rcichard (lieber die deutsche ko-mische Oper (in Ansehung der Musik) nebsteinem Anhange eines freundschaftlichenBriefes über die musikalische Poesie,Hamburg 1774. 8.) >- S. übrigensdie, bc» dem Art. Twama, S. 724».f.angeführten, von dem deutschen Theaterüberhaupt handelnden Schriften.

Orat 0 riu m.

(Poesie; Musik.)

Ein mit Musik aufgeführtes geist-liches, aber durchaus lyrisches undkurzes Drama, zum gottesdienstli-cheu Gebrauch bey hohen Feycrtagcn.Die Benennung des chriscUcn Dra.>na zeiget an, daß hier keine sich all-mählig entwikelnde Handlung, mitAnschlagen, Iutriguen und durch ein-auderlaufendeuUuteriiehmnngeii fratthabe, wie in dem für das Schauspielverfertigten Drama. Das Orato-rium nimmt verschiedene Personenan, die von einem erhabenen Gegen-stand der Religion, dessen Feycr be-gangen wird, stark gerührt werden,und ihre Empfindungen darüber baldeinzeln, bald vereiniget ans eine sehrnachdrükliche Weise äußern. DitAbsicht dieses Drama ist, die Herzender Zuhörer mit ähnlichen Empfin-dungen zu durchdringen.

Der Stoff des Oratorium ist alsoallemal eine sehr bekannte Sache, de-ren Andenken das Fest gewiedmct ist.Folglich kann er durchaus lyrisch be-handelt werden, weil hier weder Dia-log, noch Erzählungen, nochNach-richtcn von dem, was vorgeht, nölhizsind. Man weiß zum voraus, durchwas für einen Gegenstand die San-ger in Empfindung gesetzt werden,und die Art, die besonderen Umständederselben, unter denen der Gegen-stand sich jedem zeiget. Dies alles