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3 (1793) [K - Q]
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durch natürliches Declannren erklärenwollen; aber wäre es nichts als dieses;wllre diese Deklamation nicht in Notenliesest, oder Rccitativ gewesen, wie hätteSnlpizius sagen können, daß eguümvchidöiillnem gom muleii lseculiv Ibum»Onn vieleror? Denn theatralisch-dra-matische VorsteUiingen kannten die NcuerNRömer schon lange vorher 5 und das Stückwar auch nicht etwan, wie Planelii (a.a. O. S. zn) will, eine ordentliche Tra-gödie, ein weltliches Stück, sondern eingeistliches, eine Art von Mvsterie, dieBekehrung des H. Paulus, wie es Mar-tinelli in den angeführten Briefen nennt,welcher zugleich sagt, daß die Musik dazuvon Bcverini gewesen, (S. 'I'de d-^ricUuie revtvech in h.ur>-po, b., i/üg. g.Gl, und Boiniets bchiilolre che In Xäu-kique, Bd, >. S. 256.) wodurch dcnn auchdie Gründe unbrauchbar gemacht werden,aus welchen die Behauptung des Signo-teiii (Crit. Gesch. des Theaters, Th. >.S. Z4l u. f. deutscher liebers. ) daß höch-stens nur die Chöre darin gesungen wor-den, beruhet. Frculich kann die Musikhierzu aber nicht im Opcrnsthlle, sondernnicht viel anders als canm term» gewe-sen sepn; so wie es begreiflich ist, daßbehden, in den damahligen Zeiten, zu sol-cher Vorstellung erforderlichen Anstalten,diewr Gebrauch nicht sogleich weiter umsich greisen und allgemein und herrschendwerden konnte. Von einer andern Seitewurde indessen der Geschmack, Musikali-sche Unterhaltungen in die damahligenprächtigen öffentlichen Schauspiele, Festeti d. Ni. einzuweben, immer größer undallgemeiner; Und wahrscheinlicher Weisewurde sie, mit der Poesie verbunden,darin eingewebt. Von dieser Art war,tinter andern, das Fest, welches, bcyGelegenheit der Verheurathung des Ga»lcazzo Herzogs von Meplanb mit der Pcin-zessiun Jiadella von Arragonien, von Bcr»ganzo Borra, im I >489 gegeben wur-de, und das die Aufmerksamkeit von ganzEuropa auf sich zog. (S. Artcagas Gesch.der Iral. Oper, Bd. 1. S. an u. f. d. U.der aber aus dem -kten das i4te Jahch.

Macht.) Daß indessen, wie die Ency-clopcdisten, in dem Artikel O-nie rtiea»r -ale sagen, aus diesem Feste die Operentstanden scy, ist, wie man sieht, ganzungcgründet, Auch bestand die, in sol-chen Festen, Mit Musik verbundene Poesie,nicht immer aus eigentlichen Dramen,aus einer Handlung; so wie die eigentli-chen Dramen, Tragödien, Cvmödicn,oder Possenspielc, auch nicht wieder ganz,sondern nur zum Theil die Chöre darin,die Prologen und Epilogen in Musik ge-setzt, oder besondre bieder in die Handlungdes Stückes eingrwebet, oder zwischen denverschiedenen Arien besondere Handlungen,in welchen Astes gesungen wurde, und diewieder unter sich zusammen hlengen, an-gebracht waren. So scheint;. V. nur einTheil einer, von Jac. Sannazar gescurie»denen, und im I. 149z zu Neapel sorge,stellten Farce (wie der Dichter selbst seinWerk nennt) in eigentliche Musik gesetztgewesen zu seyn. Das Stück ist allego-risch Z die Fröhlichkeit tritt aus dem Tem-pel des Glaubens, begleitet von drcp weib-lichen Personen, singend und spielend,hervor. Indessen bildete sich alimähligdas sogenannte regelmäßige Drama in Ita-lien; die Calasidra wurde umö I. >;ozzU Urbinö, ums J. izig Zu RoM; die So»phonisbe UmS J. l;i6 zu Rom aufgeführt,nachdem vorher schon die Menechnien desPlaurus zu Ferrara im I. 1486 warenaufgeführt worden. (S. Bcttinclli ri-sco-Aimcnru ch'Iralio, Bd. 1 S. s;o.Vcn. >?gi. !i. und Signvrclli Krit-Gcsch.des Theaters Th. t. S. zz> und zSg. deut-scher Hebers.) lindes scheint wahrscheinlich,daß dadurch die Ausbildung der Oper auf-gehalten worden ist; wenigstens sagt Ric-coboni (resiex. kilbor. er crir. tue lezchiiTercnz rticzrrcs che I'ssurnpe, /^Mik.1740. I -. S. zo.)öaß in den erstenzwanzig oder drcyßig Jahren, nach W>c-derauftcbung des alten Drama, bcr Ge-brauch, Musik unter die theatralischenVorstellungen einzumischen, gänzlich weg-gefallen sei," Aber srcylicb widerstandder Reiz dieser Regelmäßigkeit nicht langedem Reiz der Musik. Um die Milk- des

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