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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
570
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seyunaen, habe» Sim. kemnlns, und ganzneuerlich Bern. Zamagna, Sünna >777. k.noch dergleichen geliefert.

Oeffnlmgen.

(Baukunst.)

Bluter dieser allgemeinen Benennungbegreifen wir Portale, Thüren undFenster der Gebäude. Sie dienenblos zurNothdurft und Bequemlich-keit;. weil ste aber an den Außensei-ten, besonders nach der heurigenBauart, sehr ins Auge fallen, medalsTheile erscheinen, deren Menge,Stellung, Große, Forin und Verzie-rung einen beträchtlichen Einfluß aufdas gute oder schlechte Ansehen derGebäude hat, so ist sehr nöthig, daßdabcy alles mit gurcr Ucbcrlcgungund Geschmak angeordnet werde.

In Ansehung der Menge der Ocss-uungcn crfodcrt der gute Geschinak,daß eine Außenseite nicht mehr leeres,als volles, oder nicht mchr Oeffnun-gcn, als feste Theile habe, damitnicht das Gebäude das Ansehen derFestigkeit verliere, und wie eine La-terne aussehe. Es fällt allemal bes-ser ins Auge, wenn man mehr Mauer,als Oeffmmgen sieht. Die Austhei-lung der Oeffnuugcn muß nach denRegeln der Symmetrie geschehen;einzelne, als Thüren, oder Portale,kommen in die Mitte, die gleichenauf ähnliche Stellen. Nothweudigist es, daßübercinanderstehcndeOeff-nungen, wie die Fenster mehrererGeschosse, auf das genaueste übereinander, und die in einem Geschoßgenau in einer wagerechten Linie ne-ben einander gestellt seycn.

Ihre Form ist am gefälligsten,wenn sie vierekigt, und wenn die Hö-he das doppelte Maaß der Breite hat.Oessnungen mit Bogen geschlossen,sollten nirgend seyn, als wo ssie derWölbung halber nothwendig sind.Ein feines Auge wird durch Fenstermit rundem Sturz, zumal wenn er

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einen vollen Bogen macht, allemalbeleidiget, und diese Rundungen ver-ursachen gegen die an einem Gebäudeüberall sich durchkreuzenden geradenLinien allemal unangenehme spitzigeWinkel. Noch mehr wird das Äu.ge beleidiget, wenn mitten in einerReihe viercklgter Oeffmmgen eine miteinem runden Sturz steht, wie inden meisten neuern Wohnhäusern >1Berlin, da die Hauskhüren 'wi,chc>tvierckigtcn Fenstern rund sind. Da-durch wird die Thüre niedriger oderhöher, als die Fenster, welches un-gemein beleidigend ist.

Höchst notwendig ist es, daß je-de Ocffnunq ihre wok in die Augenfallende Einfassung habe, damit sieals etwas, überlegtes und richtig ab-gemessenes erscheine. Denn ohneEinfassung ist sie wie ein Loch, dasgrößer oder kleiner kann gemacht wer-den : die Einfassung aber zeiget,z daßdie Ocssuung etwas vollendetes undGanzes sey *). Von der Art derEinfassung ist in andern Artikeln ge-sprochen wollen Ueberhaupr istdas Einfache hiebey dem reichen undverzierten vorzuziehen. Thüre» undFenster mit Giebeln haben allemal et-was unangenehmes, und machen anden Außenseiten eine Menge unange-nehmer Winkel.

Oelfarben.

(Mahlercy.)

Farben zum Mahlen, die mit Oclvermischt, und dadurch zum Anftra-gen mit dem Pinsel tüchtig gemachtwerden^ In den älter» Zeiten wur-den die Farben zur Mahlercy mitWasser angemacht; die Oelfarbensind im Anfang des fünfzehnten Jahr-hunderts von van <Lrc erfunden, unditzt zu allen großen Gemählden auf

Lein«

S. Ganz.

**) S. Fenster; Thüre.