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Loekum lpsuin xerimus Quirins,
negue
per notkrum psrirnur scclus
Ii-scunsz lovem Monere tulmina.
Hier ist also der Plan der angeführ-ten Klopstokischen Ode gerade umge-kehrt. Beydc zeigen uns den Ge-genstand, der den Dichter ins Feuergesetzt, nur einen Augenblik, undhalten sich durch die ganze Ode bcyder Würkung desselben auf ihr Ge-müthc auf.
Andremalc füllt der Gegenstand al-lein den ganzen Gesang aus. So istdie zehnte Ode des Horaz im erstenBuche ein Lobgesang auf den Mcr-curins, ohne die geringste Ausschwei-fung auf Nebensachen; der Dichterwendet sein Auge mit keinem einzigenBlik von seinem Gegenstand ab.Klopstoks Odc, die beiden Musen,ist eine höchst poetische Beschreibungdes Gegenstandes, ohne die geringsteAusschweifung auf Nebensachen;und die meisten Oden desAnakrconssind liebliche Schilderungen eines Ge-genstandes, den der Dichter nichteinen Augenblik verlaßt.
In andern Oden wechseln Ursachund Würkungen wcchselwcis ab.Der Dichter macht zwar öftere, aberkurze Ausschweifungen von seinemGegenstand, kommt aber bald wie.der auf ihn zurük. Ost aber sehenwir ihn in einem hohen poetischenTaumel, dessen Veranlassung wirkaum crrathen, und unter dessen man-mchfaltigcn Wendungen wir kaumeinen Zusammenhang erbliken. EinBcyspiel hieven giebt uns Horazensvierte Ode ini dritten Buch. DerDichter fangt an die Calliope, dievornehmste der Musen, vom Himmelherunter zu rufen, und bittet sie ir-gend ein langes Lied, in welchem Tones ihr gefallen möchte, zu singen!er laßt uns nicht merken, warum erdiesen Wunsch äußert. Gleich dünktihn, er höre den Gesang der Muse,
Ode 54!
die gekommen sey und min in heiligenHaynen herumirre. Aber itzt erzählter uns, wie er in seiner Kindheit,als er in einer Wildnißherumschwei-fend eingeschlafen, von wilden Tau-ben mitLaub bedekt worden, um vorSchlangen und wilden Thieren sicherzu liegen. Doch scheinet er uns mer-ken zu lassen, daß er diese Wohlthatden Musen, seinen Schutzgöttinnen,zn danken habe. Denn fahrt er vollEmpfindung fort, die Musen für sei-ne Beschützerinnen zu erkennen, mitdenen er bald auf einem, bald aufeinem andern seiner Landgüter sicherherumirrct. Ihnen verdankt crs,daß er weder in der Niederlage bcyPhilippi umgekommen, noch von demumgestürzten Baum ftrschlagcn wor-den. Darum will er, von ihnen be-gleitet, in die entferntesten furcht--barcsten Länder reisen, und sich unterdie wildesten Völker wagen. Nunkommt er plötzlich auf den Casar undsagt, daß er nach unzähligen voll-brachten Arbeiten des Krieges, da eritzt die Ruhe sucht, sie im geheimenUmgange mit den Musen finde, rüh-met sie, daß sie Lust daran haben,ihm gelinde Rathschläge einzuflößen.Denn kommt er auf den Krieg derTitanen, bey dem er sich lang aufhält,und scheinet uns lehren zu wollen,daß Jupiter von der Pallas unter-stützt, einen leichten Sieg über sieerhalten, obgleich eine fürchterlicheMacht gegen ihn gestanden. Diesesleitet-ihnauf die wichtige Bemerkung,daß Macht ohne Ueberlegung un-mächtig, hingegen mittelmäßigeStar-ke durch klngeö Ucberlegen, denSce-gen der Götter gewinne, und vongroßer Würkung sey. Denn lobt erauch von den Göttern, daß sie alleMacht, die auf Unrecht abzielt, ver-abscheuen , und erwähnet zur Bestä-tigung dieser Anmerkung die Stra-fen, die den hundcrtarmigeN Gy-ges, oder Briarcus, den verwege-nen Orion, den Typhöus, den Ti-
tyus