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viel dagegen gefehlt, wenigstens vielversäumt worden, das mit einigerAufmerksamkeit kann verbessert, oderersetzt werden.
Was wir von dem Numerus einzc-ler Perioden hier anmerken, laßt sich<ruf die Folge derselben anwenden.Denn es giebt auch einen Numerus,ein gefälliges Ebenmaaß, das ausdem Zusammenhang vieler Periodenentsteht; erst alsdcnn, wenn auchdieses Ebenmaaß in allen Hauptthei-sen der Rede, folglich zuletzt in demGanzen derselben beobachtet worden,ist sie das, was Cicero numerosamet sptnw orutionem nennt. Dennauch-Hcrovomn, von dem alle Al-ten sagen, daß er den Numerus nichtgekannt habe, hat ihn doch hier undda in emzelcn Stellen getroffen. DemRedner könnte die Einrichtung einesvollkommenen Tonstüks zum bestenBeispiele einer Rede dienen, um ihrsowol in einzeln Theilen, als im Gan-zen einen guten Numerus zu geben.Das ganze Tonstük besteht aus we-nig Hauptlheiien, oder Hauptab-schnitten, die in Ansehung der Langeein gutes Verhaltniß unter sich ha-ben. Jeder Hauptthcil besteht ausetlichen Abschnitten, deren einigemehr, andre weniger Takte bcgrci-fen, ebenfalls in guten Verhaktnis-sen der Lange oder Größe; die Ab-schnitte bestehen ans kleinen Ein-schnitten, bald von zwei), bald vondrcy oder vier Takten. Dieses die-net zum Muster des Ebcumaaßes.Danu herrscht im Gauzeu nur einHauptton, der gleich vom Anfangedem Gehör wol eingepraget wird.Jeder Hauptthcil hat wieder feinenbesondcrn Ton, der aber gegen denHanptron nicht zn stark Abstechenmuß: in kleinern Abschnitten gehtauch dieser, aber nur ans kurze Zeit,in andere Töne, davon die, welchesich vom Hauptton am meisten ent-fernen, nur kurz und vorübergehendvorkommen, so daß bep dieser' Nchn-
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nichfaltigkeit der Töne der Haupt-tvn doch immer herrschend bleibt.Die Haupttheile endigen sich durchvollkommene Cadenzcn; die Ab-schnitte mit Cadcuzcn, die das Ge-hör nicht so völlig beruhige»; dieEinschaitte mit noch unvollkommuc-ren, oder weniger merklichen Caden-zen. Man hat nirgend mehr überden Numerus raffinirt, als in derMusik. Darum würde dem Rednerdie genaue Kenntlich der besten Ein-richtung eines Tonstüks, die Beob,achttmg desselben sehr erleichtern.
Isokrares wird für den ersten ge-halten, der seine Reden in Absicht aufden Numerus gut bearbeitet hat *).Aber Gocgia», der alter als jenerwar, beobachtet auch schon, einen Nu-merus, nämlich den einfachen undkunstlosen, von dem wir oben ge,sprochcn haben. Cicero scheinet die-sen Punkt der Kunst aufs Höchste ge-trieben zu haben; und in seinen Re-den findet man die vollkommenstenBcyspiele davon. Viel besondereund feine Bemerkungen über dieseMaterie findet man auch in Ram-kers ttcbersetzung des Vattenx, diehier nicht dürfen wiederholt werden,da sich das Werk in den Händen al-ler Kenner und Liebhaber der Poesieund Bcrcdtsamkeit befindet.
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Meines Vedünkcns Hütte, in diesen Ar-tikel, eine Untersuchung des, zwischendem dichterischen und rednerische» Nume-rus, befindlichen Unterschiedes,, und derGründe, aus welchen er entsteht, und derUrsachen, warum er beobachtet werdenmuß, sv wie eine Bestimmung der ver-schiedenen Arten desselben für die verschie-denen Arten der prosaischen Rede, gehört.Ferner Hütten, wie mir scheint, billig
darin
*) lkocr»r«m maxime miraumr, boein ejug summis lauäibus ferunr, guostverbig toluris numeros xrimis »st-iunxerie.