Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
503
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Bey solchen Menschen würden wir Ich glaube, daß ich es kühnlich fürdie Naivctät, welche eine Eigenschaft eine allgemeine Erfahrung ausgebender schonen Natur ist, vergeblich su- darf, daß die Naivetat allemal mitchen. Lassen sie uns in die glüklichen einer gewissen äußerlichen, sichtbarenWohnungen des ersten Paares, oder Anmuth verknüpft ist, die man nichtauch in die einfaltigen und freyen besinnen, aber vermittelst eines feinenZeiten der frommen Patriarchen zu- Geschmaks ganz klar empfinden kann,rükgehen, dort werden wir sie mit In der poetischen Sprache konnteder Unschuld gepaart finden. Wir man von diesem je ns tsi guc>i sagen,werden sie in den Herzen und in der es sey der Widerschein eines schonenSprache solcher Menschen finden, die, Herzens. Ohne Zweifel har dieseihrer Bestimmung gemäß, eine heilige Anmuth ihren Grund, sowol in oerLiebe gegen ihren göttlichen Wohl- ersten Anlage des Körpers, als auchthäter, und eine allgemeine Zunei- in derUcbung in edlen undharmvni«gung gegen ihreMitgeschöpke tragen, fchen Gcmüthsbewcgungcn, welchedie einen unverderbten Geschmakam eine große Kraft haben, einem sonstSchönen und Guten haben, und alle nicht schönen Gesicht eine Lieblichkeitihre sanften und harmonischen Be- zu geben, die weit über den leblosengicrdcn nach demselben richten. In Glanz der Farben, oder über dieRc-solchen Herzen kann kein Mißtrauen, gclmäßigkeie der Züge an einem gcist-keine Perstellung Platz haben; alle losen Bilde geht. Sie sehen hier-ihre Handlungen und Reden haben aus, mein Herr, wo die Naivetätetwas offenherziges und ungekünstel- vornehmlich statt hatt, nämlich beytes. Sie dürfen ihre Gedanken Gott ganz unschuldigen und kunstlosenzeigen, warum nicht den Menschen? Sitten, da dieTngend mchrvomJn«Sie haben nicht nöthig ihre Affekten stinkt, als von deutlichen Ucbcrle-zu Hinterhalten, denn sie sind gut; gungen getrieben wird, und in Re-ihre Worte müssen ihr Herz ausdrü- den, Affekten und Thatcn, welchekcn, oder ihre Augen und Gesichts- man solchen Leuten bcylegt. Diesezüge würden ihren Appen widcrspre- Eigenschaft ist von einer schönen Ste-chen. Die Reden solcher Leute sind le unzertrennlich; sie ist daher auchaufrichtig, wahr, kurz und kräftig, von einer groben bäurischen Einfalt,wie ihr Inwendiges unschuldig und die man vielmehr Dummheit heißenedel ist; sie sind herzrührcnd, weil sdllte, so sehr unterschieden, als vonsie vom Herzen kommen. Sic wissen der Affektacion; so wie die Reinlich«nichts von Moden und Manieren, kcit gleichwcit von Pracht und Un«nichts von allen den Einschränkun» sauberkeit absieht- Die Schäferspio-gen, dem Zwang, welchen das Miß- le des Herrn Gottscheds können des-trauen der Aufführung, ja den Ge- wegen keinen Anspruch auf die Nai-behrden der verderbten Menschen an- vete machen, obgleich seine Gretenlegt, nichts von der falschen Schani, und Hanse die Sprache des gemein-übcr Dinge zu erröthen, die an sich sten Pöbels reden,gut, unschuldig sind. Und dieses ist Dcr Noah und manche andere Ge«dann, mechcr Mcynung nach, das dichte von demselben Verfasser sindNaive in den Sitten, der Denkart von Beyspielen des Naiven voll,und den Reden der Menschen. Je Der Charakter der Sunith in dernäher einer diesem Stand der schö- Sündfluth, die Liebesgeschichte derneu Natur ist, desto mehr hat Dina, die Kercnhapuch im Noaher voni.diescr liebenswürdigen Nai- u.s. w. sind schöne Beweise, wie lie-vetät. bcnswürdig die ungeschmüktc schöne

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