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zeuget von ihrer Unwissenheit. Der-gleichen vermeynte Nachahmungendienen zu nichts, als ein Stük destogeschwinder abgeschmakt zu machen.Nicht viel besser sind die Wieberho-lungen eines Gedankens im Einklangoder in der Octave, ohne Verände-rung der zum Grunde liegenden Har-monie, wie etwa folgendes:
Wahre Nachahmungen lassen unseinerlei) Stellen mit andern Harmo-nien, und mit veränderten Melodienandrer Stimmen hören, und dadurchbekommen sie ihre Annehmlichkeit.Man kann mit der Nachahmung inverschiedene»Intervallen, in der Se-cunde, Terz, Quart u. s. w. eintreten,und muß mit diesen Eintritten gehö-rig abzuwechseln wissen. Dazu aberist, wie schon gesagt worden, dieWissenschaft des doppelten Conrra-punkts unumgänglich nothwendig,weil eben dadurch diese verschiedenenEintritte erhalten werden, wie ausfolgenden Beispielen erhellet.
Der Satz, der hier mit (a) bezeich-net ist, wird bey (b) im Eontrapunktder Octave genau nachgeahmer; bei)zc) in dem Eoncrapunkt der Terz,und bey (ci) im Eoncrapunkt der Oe-cime. Dadurch erhalt man den Bor-then!, daß derselbe Sah in der Nach-ahmung fremd elinaer, und daß dieverschiedene Modulacion dem Ton-stür bey der Einheit ocr Gedankendie gehörige Mannichfaltigkeit ver-schaffet. Wir können jungen Ton-setzern keinen bessern Nach hierübergeben, als daß wir sie ans dasfleißige Studiren der GraunischenDuette verweisen, wv sie die voll-kommenste!! Muster der strengcnNach-ahiiinng bey dem schönsten Gesang,und der ungezwungensten'Modula-tion antreffen.