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und unterhaltendes, aber das Her;nicht beftlräffrigcndcs Gcschwatz vor«stellen. Dieses ist aber gerade dasFach, worin ziemlich durchgehende!am meisten gearbeitet wird. Essey ferne, daß wir die Concerte,worin Spieler stch in dem richti-gen und guten Vortrag üben, ver-werfen. Aber die Concerte, woso viel Liebhaber sich zusammendrangeit, um sich da unter dem Ge-räusche der Instrumente der langenWeile, odcr'dcm freyen Herumirrenihrer Phantasie zu überlassen; woman die Fertigkeit der Spieler oftsehr zur Unzeit bewundert; — woman Spieler und bisweilen auchSänger durch übel angebrachte 25ra-vos von dem wahren Geschinak ab-führt, und in Tändeleyen verlei-tet : — doch es ist besser hievon zuschweigen. Denn der Geschmak ansolchen Dingen ist vielleicht unwie-dcrruflich entschieden. Dieses wirdfreylich manchem Virtuosen beleidi-gend vorkommen- Da er würtlichein großes Vergnügen an solchen Sa-chen findet, wird er kaum begreifen,daß nicht jedermann dasselbe empfin-det. Wir wollen ihm seine Empfin-dung nicht streitig machen; aber diewahre Quelle desselben wollen wirihm mit den Worten eines Man-nes von großer Urthcilskraft cnt-dcken. „Das Vergnügen, sagt er,welches der Virtuose empfindet, in-dem er Concerte nach dem bun-ten heutigen Geschinak höret, istnicht jenes natürliche Vergnügen,das durch die Melodie oder Har-monie der Tone erwckct wird, son-dern ein Vergnügen von der Artdessen, das wir empfinden, in-dem wir die unbegreiflichen Künsteder Lttftspringer und Seiltänzer se-hen, die sehr schwere Sachen ma-chen *)."
5) S. l-ektrr w l.or-z !n FranklinsLxp-liinents »all vblerv, cm Lleüri-
S, 467.
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Doch wollen wir die Sache nichtso weit treiben, wie Plato, der alleMusik, die nicht mit Gesang undPoesie begleitet ist, verwirft *).Auch ohne Worte kann sie Würkungthun , ob sie gleich erst alsdenn sichin der größten Würkung zeiget, wennsie ihre Kraft auf Werke der Dicht-kunst anwendet.
Daß die Musik überhaupt alleandern Künste an Lebhaftigkeit derKraft übertreffe, ist bereits ange-merkt, auch der Grund davon ange-zeiget worden. Aber auch btos durchdie Erfahrung wird dieses genug be-stätiget. Man wird von keiner an-dern Kunst sehen, daß sie sich derGemüthcr so schnell und so unwider-stehlich bemächtigt, wie durch dieMusik geschieht. Um der allgewalti-gen Würkung der ehemaligen Paaneder Griechen, oder eines bloßen un-ordentlichen Frcudeugeschreyes, nichtzu erwähnen, braucht man nur ein-mal eine in Poesie, Gesang, Harmo-nie und Bortrag vollkommene Arie,oder ein solches Duett in einer Opergehöret zu haben- Indem Salim-vein ein solches Adagio sang, stan-den einige tausend Zuhörer in einerstaunenden Enrzükung, als wenn sieversteinert wären. Wir wollen hier-über oie Beobachtungen eines derersten Köpfe unsers Jahrhundertsanführen
„Da ich sie singen hörte, sagt er,bemächtigte sich allmahlig eine nichtzu beschreibende Wollust meiner gan-zen Seele. — Bcy jedem Worte siel«lcte sich ein Bild in meinem Geiste,oder eine Empfindung in meinemHerzen dar. — Bey den glänzendenStellen, voll eines starken Ausdruks,wodurch die Unordnung hcsrigbr Lei-denschaften gewählt, und zugleichwürklich erregt wird, verlor sich bcymir die Vorstellung von Musik, Ge-sang
») ve llex. I,. U.