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gcr Entfernung, mich in lebhafteEmpfindung geseift hat.
ZwcytenS, zu wichtigen National-gejangeu, und überhaupt zu politi-schen Feyerlichkeiten, zu denen sichein beträchtlicher Theil der Einwoh-ner einer Stadt versammelt. Der-gleichen sind Huldigungen, Begrab-nisse verstorbener wahrer Landesva-ter, Feste zum Andenken großerStaatsbcgebenheitcn, und andereNationalfeyerlichkeiten, die zumTheil aus dem Gebrauch gekommen,aber wiedereingeführt zu werden ver,dienten. Dabei) konnre die Musik,wenn nur die Einrichtungen solcherFeste von Kennern der Menschen an-gegeben würden, von ausnehmendgroßer Würkung seyn. Aber dasWichtigste wäre, wenn dabei) Gesängevorkamen, die entweder das ganzeVolk, oder doch nicht gemietheteSanger, sondern aus gewissen Stan-den dazu ernannte, und durch dieWahl geehrte Bürger anstimmten.Man stelle sich bei) den romischen Sa-cularfestcn, das ganze römische Volk,den Herren der halben Welt mit demSenat und dem Adel an seiner Spi-tze, in feierlichem Aufzuge vor, dennzwey Chöre der edelsten Jünglingeund Jungfrauen, die abwechselnd sin-gen: so wird man begreifen, daßnichts möglich ist, wodurch derwahre patriotische Geist in stärkereFlammen könne gesetzt werden, alshier durch Musik, und dainit ver-bundene Poesie geschehen kann. Dawäre es der Mühe Werth, daß diegrößten Tonsctzcr gegen einanderum den Vorzug stritten; und die-ses wären Gelegenheiten, sie in dasFeuer der Begeisterung zu setzen,und die volle Kraft der Musik anzu-wenden. Aber unser durch subtilesund alles zergliederndes Nachdenkensich von der Einfalt der Natur undder geraden Richtung der durch keineVernunftschlüsse verfeinerten Em-pfindung, entfernende Geschnmk,
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überläßt dergleichen Feste den nochhalb wilden, aber eben darum mehrNationalgeisi besitzenden Völkern.Es ist zum Theil dem Maugel solcherfeierlichen Anwendungen der Musikzuzuschreiben, daß man gegenwartigdie großen Würkungen nicht mehrbegreifen kann, welche die Musikder Griechen, nach dem so einstim-migen Zcugniß so dieser Schriftstel-ler, gcthan hat.
Drittens kann die Musik bei) demöffentlichen Gottesdienst sehr vorthcil-hast angewendet werden, und istauch von alten Zeiten her dazu au-gewandt worden. Aber — wir kön-nen es nicht verheclcn — in den pro-testantischen Kirchen geschiehet esmeistentheils aufcinc armscligeWeise.Schon einige der wichtigsteil geistli-chen Feierlichkeiten haben den Cha-rakter öffentlicher, das ganze Volkin einer unzertrennlichen Masse in-tercsstreuder Feste, verloren; jedersieht dabey nur auf sich selbst, alswenn sie nur für ihn allein waren,und dieses Kleinfügige herrscht auchnur gar zu oft m der Kirchenmusik,und in der dazu dienenden geistlicheilPoesie. Dadurch wird sie oft zurSchande uusers Geschmaks zu einerbeynahe theatralischen Lustbarkeit,und oft, wo es noch recht wohl geht,zu einer Andachtsübung, wie diesind, die jeder für sich vornehmenkann. Wir haben aber über die Kir-chenmusik , und einige besondere Ar-ten derselben, in eigenen Artikeln ge-sprochen *).
Dieses sind die verschiedenen Gele-genheiten, da die Musik zu öffentli-chem Behuf kann angewendet wer-den. Daß wir die theatralischeMusik nicht dahin rechnen, kommtdaher, daß die Schauspiele selbst,wie schon anderswo erinnert worden,den Charakter öffentlicher Veranstal-tungen
*) S. Choral; Kirchenmusik; Motette;
Oratorium.