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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
428
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Musik allein, ein dem unsrigell ahn- von haben wir noch gegenwärtig et-liches Werk zu schreiben unterneh- nigeBcyspiele an den Nationalmclo-men möchte, Gelegenheit geben, al- dien einiger neuen Volker, die, solcs vollständig abzuhandeln, wird es mannichfaltig sie auch sonst, jede ingut seyn, wenn hier die Hauptpunkte ihrer Art, sind, allemal einen Cha-dieser nicht unwichtigen Materie wol rakter behalten, der sie von den Ge«bestimmt werden. sangen andrer Volker unterscheidet.

Die allgemeinste Absicht, die man Ein schottisches Lied ist allemal von

bey der Anwendung der Musik haben einem französischen, und beyde von

kann, ist d>c Bildung der Gemüther einem italiänischen, oder deutschen,

bey der Erziehung. Daß sie dazu so wie jedes von dcmgemeinenVoike

würklich viel beytrage, haben ver- gesungen wird, merklich unterschie-

schiedcne griechische Volker cingese- den.

Heu *); und es ist auch schon erinnert Hieraus laßt sich nun schon etwasworden, daß die alten Cclten sie hiezn von dem Einfluß der Musik auf dieangewendet haben **). In unsern Bildung der Gemächer schließen.Leiten ist es zwarauch nicht ganz un- Wenn die Jugend jeder Nation ehe-gewöhnlich, die Erlernung der Musik dem bestandig blos in ihren eigenenals cinenTheil einer guten Erziehung Nationalgesangen geübt worden, soanzusehen; aber man hält die Fertig- konnte es nicht wol anders seyn, alskcir darin mehr für eine bloße Zierde daß die Gemächer allmählig tue Ein,junger Personen von feinerer Lebens, drüke ihres besondcrn Charakters an-art, als für ein Mittel die Gemüther nehmen mußten. Denn eben anszu bilden. Es scheinet deswegen nicht solchen wiederholten Eindrüken vonüberflüssig, daß die Fähigkeit dieser einerlcy Art, entstehen überhaupt dieKunst, zu jener wichtigen Absicht zu Nationalcharaktere. Darum verwiesdienen, wovon man gegenwärtig zu Plato die lydischc Tonart aus seinereingeschränkte Begriffe hat, hier ins Republik, weil sie bey einem gewissenLicht gesetzt werde. äußerlichen Schimmer das Weichli.

Allein Ansehen nach hat in den che, wodurch dieser Stamm sich von

altern Zeiten Griechenlands jeder andern auszeichnete, an sich hatte.

Stamm dieses geistreichen und cm- Gegenwärtig, da dicMusik unter den

pfindsamcu Volkes seine eigene, durch verschiedenen Volkern von Europa,

einen besondcrn Charakter ausgezeich- besonders unter den Händen der Vir-

ncce Musik gehabt. Dieses Eigene tuoscn, die Einförmigkeit ihres Cha-

bestund vcrmuthlich nicht blos in der rakters nicht mehr hat, und da sowol

Art der Tonleiter, und der daraus die deutsche, als die französische Ju-

entstehenben besondern Modulation; gend, alle Arten der Tanzmelodien,

sondern es laßt sich vermuthcn, daß auch Concerte, Sonaten und Arien

auch Takt, Bewegung und Rhyth- von allen möglichen Charakteren

mus bey jedem Volk oder Stamm durch einander spielt, und höret, und

ihrebesondereArtgchabthaben. Da- sich in allen Arten der Tänze übet:

. ..... ^ .. . so ist auch die Einförmigkeit des Ein-

") ^ll°mllzr riotoni, mdll rsmkiicii-: ia ^uks dadurch aufgehoben worden.

«mmos lenei'vs Ztgoe wollet wlluere . ^

guiwi veriot csnenlli lonos, guorum Das Nationale hat sich IN dcr Ml.fi,

clici vix pokell, gvmnk- sic vig m so wie in der Poesie größtentheils ver-

uriamgue xarrcm. vtswque er loci. DarUM dienet auch die M»-

tac Isoguenret ec lanzuekecir excirs-cos. ec rumcemircirxwmot, cuwcoic-ccsbir. Licero lle I.exib. I..I!.

S. Lied, M Zl). S.-54'f.

sik gegenwärtig nicht mehr in demGrad, als ehedem, zur Bildung ju-gendlicher Gemüther.

Den-