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dieftWeife verfertigtes Werk gesehenhat, sich nicht vorstellen können, daßsie in der Vollkommenheit nnd Schön-heit gemacht werden, die in einergeringen Cntfernnng des Auges dasAnsehen wörtlicher mit dem Pinselgemachter Geniahlde giebt. So weitist aber die Kunst der mosaischen Ar-beit gegenwartig gestiegen, daß dasAuge ans dieseWeise damit getauschtwird.
Der Ursprung dieser Gattung derMahlerey fällt in das höchste Alter-thum; und man hat Gründe zu ver-machen, daß die alten Perser*),oder die noch älteren Babylonier, dasälteste uns bekannte Volk, bei) wel-chem Ruh und Rcichthum die Prachtin Gebäuden veranlasset hat, die Er-finder derselben seycn. Vielleicht istdieses sogar die älteste Mahlerey,woraus die eigentliche Mahlerey erstnachher entstanden ist. Die Men-schen haben einen natürlichen Wol-gcfallen an schönen Farben und de-ren mannichfaltigen Zusammense-tzung. Völker, denen man nochden Namen der Wilden giebt, ver-fertigen zu ihrem Putz Arbeiten vonbunten Federn und Muscheln, dieblos wegen der Schönheit der Far-ben von ihnen hoch geschätzt werocn.Da hat man den ersten Keim derMahlerey durch Zusammensetzung.In dem Orient, wo die Natur denRcichthum der Farben in Steinenvorzüglich zeiget, scheinet der Ein-fall, durch Ancinandcrsetzung sol-cher Steine das zu erhalten, was derAmerikaner durch /Zusammensetzungschöner Federn erhält, dem müßigenMenschen natürlicher Weise gekom-men zu seyn.
Vcrmuthlich wurden solche Steinezuerst zum Schmuk, als Juwelen zu-
*) Mainsche hierüber lob, /ucx. turi-r-n Ue kbMvis, u mse 175:. 4>o. insgleichen die Nachricht von mosaischenGenicihlden inRövemoiis Natur undKunst i» den Gcmclhldeu ie. imliTH.auf der Z88 u. ff. S.
Drittep Thcil.
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fammengefetzt; wovon wir an demBrustbild des obersten Priesters derIsraeliten ein sehr altes Bcyspiclha-. Nachdem die Pracht auch indie Gebäude gekommen, wird mandie Wände, die Deken und Fußbödender Zimmer mit bunten Steinen aus-gelegt haben. Mit der Zeit versei-nerte man die Arbeit, und man ver-suchte auch, Blumen und andre na-türliche Gegenstände durch dieselbenachzuahmen, und so entstund all-mahlig die Kunst der mosaischen Mah-lerey, die hernach durch Erfindungdes gefärbten Glases vollkommenergeworden.
Wie dem sey, so ist doch dieses ge-wiß, daß nicht nur die alten morgen-ländischen Völker, sondern auch dieGriechen, und nach ihnen die Römer,vielerlei) Werke dieser Art verfertigethaben. Unter den Ueberbleibscln desAlterthums besitzt die heurige Weltnoch verschiedene mosaische Werkevon mancherlei) Art, davon einige einenoch etwas rohe, andere eine schonauf das höchste gestiegene Kunst an-zeigen *). Zu diesen letztern rechne icheinen Stein, oder vielmehr eineanrikc Paste, die mir der itzigc Be-sitzer derselben, Herr Lasanöva inDresden, gezeiget, und deren auchXVinLeimann gedenkt **). Da6Werk ist aus durchsichtigen Glasstü-ken zusammengesetzt, zeiget aber nichtdie geriirgste Spur von Fugen, son-dern die Stükc sind an einander ge-schmolzen, und mit so feiner Kunst,daß man es für ein Werk des feine-sten Pinsels halten würde, wenn nichtdie Durchsichtigkeit des Glases dieGattung der Arbeit deutlich zeigte.
Ob man also gleich aus dem Al-terthum sonst keine mosaischen Ge-
mählde
') S. Winkclmanns Gesckichte derKunst, S. 406. 407. u»c> die An-merkungen über dieses Werk, S. 10zund 122
") S. Anmerkungen über die Geschichte
der Kunst, S. ; und 6.
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