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3 (1793) [K - Q]
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es mir mehr als einmal IN Kirchennicht besser geworden.

Würde man anstatt der heidnischenMythologie nnd der christlichen he-genden gute sittliche Gcmählde sehen,was für gute Eindrüke konnte mannicht daher erwarten? An Stoffkann es dem Künstler, der ein Mannvon Nachdenken ist, nicht fehlen.Die heilige und weltliche Geschichte,die Schauspiele, die Werke der epi-schen, dramatischen und lyrischenDichter, die äsopische Fabel, das lag-liche Leben, alles dieses ist reis) an, einzclen Fällen, die durch ein Wort,vdcr durch einen Nebenumstand zuallgemeinen Lehren werden können.Was für ein Bcyspiel für einen Ty-rannen, wenn Dionysius sich vonseinen Töchtern den Bart muß ab-brennen lassen, weil er sich vor demMesser, selbst wenn es in den Hän-den seiner eigenen Kinder wäre, fürch-tet? Was für eine Lehre, wenn Da.niocles in der größten Herrlichkeitein an dünnenFadcn aufgehangenesGchwcrdt über seinem Kopfe ficht,und darüber alle vor ihm liegendeGüter vergißt?

(vtto Väuius hat Denkbilder, ausHorazens Gedichten gezogen, heraus-gegeben, deren Erfindung größten-thcils sehr elend ist; und doch ist derDichter sehr reich an moralischen Ge-mählden, die wol verdienten, von ei-nem Ll)o0orr>icc)ky herausgezogen zuwerden. Was für ein für trefflich esGemähldc von der gottlosen Harteeines mächtigen »,Nd zugleich geizi-gen Mr.'.„xg könnte nicht aus folgen-der stelle gezogen werden?

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Wie wollte man die Schändlichkeitder Gewinnsucht besser mahlen, alsin einer Moral nach folgender Erfin-dung des Plautus.

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^rgue in msnldus exra renesm rityarriZZM; interea loci8! luori lzuiä >l«r»r, yorius rem <ji»vinom lZesersm *).

An wichtigem Stoff zn solchen Gc-niähldcn sind alle gute Poeten reich;wenn nur die Künstler sie in der Ab-sicht, Gebrauch davon zu machen,lesen wollten.

Mosaisch»

(Mahlcrey.)

Eine Art Mahlercy, die aus Anem-andcrfttzniig kleiner Stüke, gefärbterSteine oder gefärbter Glaser gemachtwird. Wenn man sich vorstellt, daßein etwas großes Gcmählde durchfeine , in die Länge und guecr überdasselbe gezogene Striche in sehr klei-ne Vicrcke gcthcilt fty, so begreiftman, daß jedes dieser Vicrcke seinebestimmte Farbe habe, und das ganzeGcmähld kann als ein stükweis ausdiesen Viereken zusammengesetztesWerk angesehen werden. Setzet mannun, daß ein Künstler einen hinläng-lichen Vorrath solcher Vicrcke vonStein oder Glas geschnitten, nachallen möglichen Farben und derenEchattirmigen vor sich habe, daßer sie in der Ordnung und mit denFarben, die sie in jenem durch Stri-che eingctheilren Gcmählde haben,vermittelst eines feinenKüttes-genauaneinandersctze, so hat man ungefährdie Vorstellung, wie ein mosaischesGcmähld verfertiget werde, und wieüberhaupt ein Gcmählde auf dieseWeise copirt werden könne. Freylichwird der, welcher kein feines, auf

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