M e l
denen man fül)lcn wird, wie einund eben dieselbe Folge von Tonen,durch Verschiedenheit des Metrischenund Rhythmischen, ganz verschiedeneCharaktere annimmt. Man versu-che, den schon oben angeführten me-lodischen Satz, ans die verschiedenennachstehenden Arten abgeändert, zusingen:
Maßig.
Etwas geschwinder.
Met Z7S
Hiebey gebe man bcy jeder Verände-rung aus den Charakter dieses Satzesgenau Achtung: so wird man ohneWeitlauftigkeit und ohne alle Zwei-deutigkeit empfinden, was für großeVeränderungen in dem Charakterund Ausdruk h.ey einerlei) Folge vonTonen, die Veränderung des Metri-schen und Rhythmischen verursachet,und begreifen, daß dieses das meistezum Ausdruk beytrage.
Ucbrigens würde es ein lächer-liches Unternehmen seyn, dem Ton-setzer besondere Formeln, oder kleinemelodische Sätze vorschreiben zu wol-len, die für jede Empfindung denwahren Ausdruk haben, oder garzu sagen, wie er solche erfinden soll.Wem die Natur das Gefühl dazu ver-sagt hat, der lernt es nie. Aber werGefühl hat, dem werden bey fleißigerUebung im Singen und Spielen,beym Phantasieren, bey Horung gu-ter Sachen und guter Sänger, wel-ches alles nicht zu oft geschehen kann,einzele melodische Sätze von sehr be-stimmten und schönem Ausdruk ge-nug vorkommen. Diese muß er flcis-sig sammle», lind zu erforschen suchen,woher ihre Kraft kommt. Er kann