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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
363
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(Von der Einheit und Mannichf.)

Von der Mannichfoltigkcit (und Größe)im Gartenbau, H. Hieschscld in seinerTheorie, Bd.». S.>6«. —

Mansarde.

(Baukunst.)

Eine besondere Art der Dächer,die von ihrem Erfinder, dem fran-

zösischen Baumeister Mansard, ih,ren Namen bekommen hat. InDeutschland werden sie auch gebro-chene Dacher gencnnt, weil jedeSeite des Daches, anstatt eine ein-zige Flache auszumachen, wie sonstgewöhnlich geschieht, gebrochen undin zwcy Flachen von ungleicher Nei-gung gegen, die Horizvntalfiäche gc-theilet wird.

Die Figur stellt den Durchschnitt ei-nes solchen Daches vor. Die Bau-meister geben den Thcilen desselbennicht immer einerley Verhältniß. InFrankreich ist folgende durchgehcndsangenommen. Ucber die ganze Tie,fe des Hauses a b wird ein halberZirkel beschrieben, dessen Umfangin fünf gleiche Thcile getheilt wird.Die beyden untersten Theile a cund b <l bestimmen die Lage undHöhe des Daches unter dem Bruch;der übrige aus drey Fünftheil be-stehende Bogen wird in e in zweygleiche Theile getheilt; alsdcnn be-stimmen die Sehnen ce, cl «, dieLage und Große des Daches überdem Bruch. An dem Bruche selbstlaßt man ein hölzern Gesims herumlaufen.

Die gebrochenen Dacher verstattendie Bequemlichkeit, daß der Bodenzwischen a l> und c ä zu räumlichenDachstuben kann gebrauch? werden.Wo man aber den Boden hiezu garnicht benöthiaet ist, thut man besser,anstatt der Mansarde ein einfachesDach zu machen. Denn wo die

Dachfenster der Mansarden nicht mitausnehmender Aufmerksamkeit ge-macht, und nicht mit dem bestenBlech, oder gar mit Kupfer an dasDach verbunden werden, da dringetder Regen durch, und verursachetallmählig die Faulung der Sparren»

Marsch.

(Musik.)

Ein kleines Tonstük, das unter fest-lichen Aufzügen, vornehmlich unterden Zügen der Kriegsvölkcr, aufBlasinstrumenten gespielt wird. DerZwek desselben ist ohne Zweifel, dieje-nigen, die den Zug machen, aufzu-muntern, und ihnen auch die Be-schwerlichkeit desselben zu erleichtern.Man hat, vcrmuthlich schon vorderErfindung der Musik, bemerket, daßabgemessene Töne, auch in sofern sieein bloßes Geräusch ausmachen, vielKraft haben, die Kräfte des Körpersbey beschwerlichen Arbeiten zu unter-stützen und die Ermüdung aufzuhal-ten. Daher finden wir vielfältig inallen Geschichten, daß große Arbei.

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