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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
364
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<en, die man in der Geschwindigkeitwollte vereichten lassen, unter demSchall der Trompeten und andrerklingenden Instrumente verrichtetworden. Als Lysander die langeMauer bcy Athen niederreißen ließ,mußten alle Spiellcute seines Kriegs-Heeres zusammen kommen, um wah-render Arbeit aufFlotcn und andernInstrumenten zu blasen *). Charsinsagt in seiner Reise nach Persien, daßdie morgenländischen Volker keineschwere Last heben können, wenn nichtein Geräusche dabey gemacht wird.Vielleicht wollen einige alte Nachrich-ten vom Aufbauen und vom Ein-stürzen ganzer Stadtmauern durchdie Kraft der Musik nichts anderssagen, als daß die Arbeit der Men-schen, durch die Musik unterstützt,mit unglaublicher Geschwindigkeitverrichtet worden sey. Was wirnoch itzt bisweilen an dem Schiff-volk , welches schwer bcladene Kahnegegen den Strom der Flüsse ziehet,sehen, daß es sich diese mühsameArbeit durch Singen erleichtert, wo-bey die Schritte zugleich den Taktschlagen, hat auch schon Oviviusgesehen.

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Ans diesen Beobachtungen laßt sichbegreifen, warum die Züge derKricgs-völker und andre noch beschwerlichereUnternehmungen derselben fast bei)allen Volkern mit Musik begleitetwerden. Wir werden au einem an-dern Orte Gelegenheit haben, hier-über einige Betrachtungen anznstel-

») Plutarchus im Lysander.

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len*), und uns hier bloß auf denMarsch einschränken.

Man stehet aus dem, was hierangemerkt worden, daß er allerdingsdie Beschwerlichkeit des Marschirenserleichtern, zugleich aber auch denkriegerischen Muth unterstützen könne.Zw dem Ende aber muß der Tonse-tzcr darauf denken, daß der Gesangund Gang des Marsches inunter, mu-thig und kühn scy; nur wild, oder un»gestüm darf er nicht seyn. Man wäh-let allezeit die harten Tonarten dazu,und gemeiniglich kZ, <ch v, oder t-Cdur, wegen der Trompeten. Punk-

tirte Noten, als:

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schiken sich gut dazu, weil sie etwasermunterndes haben. Mau setzet siein H Takt, und kann im Aufschlagoder Niederschlag anfangen. DieBewegung ist immer pathetisch, ge-schwinder, oder langsamer, nachdemder Zug schnell oder langsam gehensoll; denn auf jeden Takt fallen zwei)Schritte, oder einer, wenn der Alla-Breve-Takt gewählt worden.

Der Gang muß einförmig, wolabgemessen und leicht fühlbar sepn.Das ganze Stüh besteht insgemeinaus zwcy Theilen, davon der ersteacht, der andre zwölf, oder wennetwa in diesem Theil eine Auswei-chung in die kleine Serte des Haupt-tones geschieht, welches in Anse-hung der Trompeten und Waldhör-ner angehet, mehr Takte hat. DieEinschnitte sind der Faßlichkeit hal-ber bald von einem Takte, bald mitgroßem von zwei) Takten unter-menget. Dabey aber ist wol zu be-obachten, daß die Wnor paarwcisaufeinander folgen, damit derRhpch-mus gerade bleibe. Von vier zuvier Takten muß der Einschnitt amfühlbaresten seyn.

Bey Marschen für die Reutcrey,wo die Schritte nicht können ange-deutet

*) S. Musik.