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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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360
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der Sammlung derselben, Land. >778. 8.S. ;o. >oi u. f. und in seinen Anmerkun-gen zu MasonS Ucbersckung des du Fres-nvy S. 8; u. f. wird sich auf die Manie-ren in der Mahlerey anwenden lassen. —Einzele Bemerkungen über die Manieren,wie sie entstehe», wie den Übeln abzu-helfen ist, u. s. w. finden sich in des dePiles (^onverlaeiiinz cle I» pcinruic,S. 97. -05 ->ij u. f. im 4ten Bande derOouvr. — —

Manieren.

(Musik.)

So nennet man die Verzierungen,welche Sänger und Spu'ler nuf ge-wissen Zonen andringen, um diesel-ben von den andern blos schlechtwegangegebenen Tönen zu unterscheiden;dergleichen die Triller, die Vorschlä-ge. die Schleifer und andere Auszic-rungen mehr sind. Sie geben denTönen, worauf sie angebracht wer-den, mehr Nachdruk, oder mehr An-nehmlichkeit, zeichnen sie vor den an-dern aus, und bringen überhauptMannichsaltigkeit und gewissermaas-sen Acht und Scharre» in den Ge-sang. Sie sind nicht als etwasblos künstliches anzusehen: denn dieEmpfindung selbst giebt sie oft an dieHand, da selbst in der gemeinen Re-de die Fülle der Empfindung gar ofteine Abänderung des Tones und ei-ne Verweilung auf nachdrüklichenEylbcn hervorbringet, die den Ma-nieren in dem Gesang ähnlich sind.Besonders haben zärtliche Empfin-dungen dieses an sich, daß sich Accen-ke von mancherlei) Art ans die Tönelegen, auf denen die Leidenschaft vor-züglich stark ist. Dieses hat unstrei-tig die verschiedenen Manieren imGesang hervorgebracht.

Hieraus folget aber, daß derSänger sie nicht willkührlich undwo es ihm einfällt geschikt zu thun,sondern nur da, wo tue Empfindung«4 erfordert, anbringen könne. Es

M a n

ist nicht genug, daß man alle Ma-nieren auf das zierlichste und »ach.drüklichste zu machen wisse; dieHauptsache besteht in der verständi-gen Anbringung derselben; sie sollennicht dienen, das Ohr zu kiizeln,oder die Gcschiklichkeit des Sängersund Spielers zu zeigen, sondern dieEmpfindung zu heben. Unvcrstän-digc Spieler bringen sie überall an,und crwekcn nurUcbcrdruß dadurch;ja es geschieht bisweilen, daß manden natürlichen Lauf des Gesangesvor den häufigen Manieren nichtmehr bemerken kann. Es zeiget einegroße Verderbnis des Geschmaks an,daß man im Gesang überall die Fer-tigkeit und Bcugsamkeit der Kehle derSänger bewundern will. Dieseshat den großen Mißbrauch der über-häuften Manieren eingeführt undviele Sänger desto nachläßiger ge-macht, auf den wahren Nachdrukdes Gesanges zu denken.

Einige Manieren sind so wesent-lich, daß die Tonsetzer sie auf denStellen, wo sie angebracht werdensollen, vorschreiben; andre werdender Willkühr der Sänger überlassen.Die wesentlichsten Manieren sind dieTriller, die Vorstdiäge und einigedamit verwandte Verzierungen, da«von an ihren Orten besonders ge-sprochen wird *). Ueber alle Ma-nieren und deren Gebrauch undMißbrauch findet man sehr gründ-lichen Unterricht in Agricolas Uebcr-sehung der Anleitung zur Singkunstdes Tosi im zwcyten und drittenHauptsiük.

Von den Manieren in dem Vortrageder Musik handelt unter mchrcrn, F. W.Marpurg im stcn Abschn des iten Hauptst.s. Anlcit. zum Clamcr — C. P. C. Dachin dem 2tcn Hauptstücke des ersten The!«lcS seines Versuches über die wahre Art,

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S. Triller ^Vorschlag.