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wenn crDinge von verschiedener Artin seine Manier zwinget, und esmacht wie Prokrust, von dem die Fa-bel sagt, daß er denen Gasten, dielanger waren als sein Bett, etwasvon den Beinen abgehauen. Jenesfruchtbare Genie sieht man an Ho-mer und Horaz sehr deutlich, da beydcZeichnung und Farben immer sehrgenaunach dem Inhalt abändern, daman beym Gvidiu-z bcnnahe immerdieselbe kleine, spielerische Manier ge-wahr wird, es sey daß er große, oderkleine Gegenstände behandle.
Die Manier kann sich in jedem be-sondern Thcil des Werks finden, inder Anordnung, in der Zeichnung,im Colorit, und in der Behandlung;und zeiget sich auch würklich, wennder Künstler in einem dieser Theilemehr das thut, dessen er gewohnt ist,als das, was die besondere Naturund Art seines Gegenstandes crfodert.Es giebt Baumeister, deren Hanpt-geschmak so ganz auf Zierlichkeit undAnmuthigkeit geht, daß sie diesenCharakter anch in einem zu bloßemGefängnis; bestimmten Gebäude an-bringen würden; und wir haben Bey-spiele. da ein Dichter auch in einemTrinklied den feyerllchen und erhabe-nen Ton, der seine Manier ist, bey-behält.
Man sagt von einem Künstler, erhabe eine große Manier, wenn er sichbegnüget, das, was wesentlich zurDarstellung des Gegenstandes geHort,in der Höchsten Richtigkeit und Kraftin das Werk zu bringen , ohne dengrößten Fleiß auf weniger wesent-liche Theile anzuwenden: die kleineManier liegt hauptsächlich darin,daß auf diese unwesentliche Theilegroße Sorgfalt gewendet wird, wo-durch geschichct, daß man bey demWerke weit mehr den Künstler, sei-nen Fleiß, und seine auch ans Klei-nigkeiten gehende, bcynahe ängstli-che Sorgfalt, als die Kraft des Ge-genstandes selbst empfindet. So ist
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in der Ausführung unser deutscheMahler Dem,er, der in seinen Kö-pfen kein Haar im Barte übersehenhat, ohne es besonders anzuzeigen,und selbst der Ritter van Vor U?erff,der, wie es scheinet, sich ein Gewis-sen würde daraus gemacht haben, ei-nen Pinselstrich in seinen Gemähldensehen zu lassen. Diese kleine Ma-nier ist das, vor dem der Künstlersich am meisten hüten sollte , weil esdem Werk allen Nachdruk benimmt.Wenn wir einen Dichter sehen, derdie einzelcn Buchstaben der Worte,die er braucht, mit solchem mühsa-men Bestreben aussucht, daß er dar-über die Gedanken selbst aus derAchtlaßt; oder wenn wir einen Tonspie-ler hören, der die feinestcn Manie-ren überall mit chlchemFleiß anbrin-get, daß er den ahrcnAusdruk dar-über vergißt: >o entgeht uns überallen diesen Kleinigkeiten die Auf-merksamkeit, die wir auf die Sachenwenden sollten.
Am schlimmsten ist es, wenn einesolche kleine Manier in einein ganzenZweig der schönen Künste unter einemVolke herrschend wird, wie es in derBeredsamkeit unter den spätern Grie-chen geschehen ist, da jeder auch un-bedeutender Gedanke witzig und miteiner feinen Wendung mußte gesagtwerden. Viele der neueru französi-schen Schriftsteller haben diese kleineManier angenommen, und mehr alsein Deutscher sucht ihnen hierin gleichzu werden.
Möchte sich jeder Künstler zurMaxime machen, seineu Gegenstandblos nach dem innerlichen Werth zubeurtheilen, und das, was ihn dar-in rühret, auf eine Art darzustellen,die ihn versichert, daß er auch aufandre dieselbe Würkung thun müsse.
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Ein großer Theil dessen, was Reynoldsin seinen Oiicvurlcx von dem verschiede-nen Style in der Mahlercy sagt, als in
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