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Mannichfaltigkeit des Stoffs bear-beitet, als miste Künstler. Carri,karuren und Burlesken, die die Grie-chen Grelle» nannten"), Blumen-Frucht- und Thierstüke, Landschaf-ten, Portrait?, Sinnbilder, Saty-ren, Schlachtcü, Gebräuche, Hi-storien, Fabeln und Allegorien; allediese Arten waren bey ihnen häufig,im Gebrauch, und ans weit mehrereArten, als cht geschieht, angebracht.Ihre öffentlichen und Privatgebändewurden an Wänden mehr bemahlt,als gegenwärtig geschieht; selbst ihreSchiffe wurden mit Mahlerey ver-ziert, wozu bey dem Mangel dcrOcl-farben das Encaustische sieh schikte.Also besaß Griechenland eine erstaun-liche Menge Mahlercycn, sowol un-bewegliche an den Wänden der Ge-bäude, als bewegliche ans Tafeln,wie unsre chige Slafeleygemählde,und auch ganz kleine, die man in derTasche mit sich herumtrug.
In dem eigentlichen Griechenlandscheinet die Kunst erst lim die 90.Olympias ihr männliches Alter er-reicht zu haben. Denn Apollodorus,der um diese Zeit gelebt hat, wirdfür den ersten angegeben, der durchLicht und Schatten den GemähldenHaltung gegeben und Plininssagt ausdrüklich, daß zu seiner Zeitkein Gcmählde eines ältern Meistersder Kenner Auge auf sich gezogen ha-be, welches auch Qnintilian bcstati-gct f> Aber noch lange sollen diegriechischen Mahler nur vier Farbengehabt haben. Zwar weiß man ge-genwärtig, daß außer dem Weißenund Schwarzen drei) Farben für allemögliche Tinten hinlänglich sind ff);aber wir sehen aus einer Stelle desPlinins, daß dicMahler vorAlexän-ders Zeit diese Verschiedenheit der*) S. Min, 1. xxxv. c, 10.»*) S. Plutarch, in der Abhandlung, obdie Arhcnienscr im Krieg, oder imFrieden größer gewesen,f) Initir. 0r. I., Xll. c. is.ff) S. Farbe.
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Tinten mit ihren vier Farben nicht !erreicht haben *).
Wie lange sich die Kunst auf der !hohen Stufe, aus der sie zu Alexan-ders Zeiten gestanden, erhalten habe,läßt sich nicht bestimmen. Gewißists, daß zu Cäsars Zeiten nochgroße Mahler gewesen, und es schei.net, daß Timomackus, der verschie-denes für diesen Diktator gemahlthat, den besten unter den alten Mah-lern wenig nachgegeben habe ").Und doch nennt pliiiius die Mahle-rey eine zu seiner Zelt dem Untergang 'nahe Kunst f).
Wie weit die alten Hetrusker dieKunst des Mahlens getrieben haben,läßt sich nicht sagen. Ans den he-trnsklschcn Geschirren, die noch häu-fig gefunden werden, sieht man, baßsie gnte Zeichner gewesen. Dennman findet da Figuren von schönenVerhältnissen, einer sehr guten unddabei) nachdrüklichen Zeichnung; aber jüber das Colorit der Mahlcr dieserNation sind wir in völliger Unge-wißheit.
Unter den spatern Kaisern kam dieMahlerey in Abnahme, und wurdeso barbarisch, als die Sitten. Esblieben zwar in Rom, und noch mehrin-Griechenland und in Constantino-pcl Mahler genug übrig; aber diewahre Knust war größrentheils ver-schwunden, und blieb viele Jahrhun-derte durch in dem Zustand der Nie-drigkeit. Merkwürdig ist indessen,daß außer der Biidschnitzereyrine Artauf Holz zu mahlen, die dem Windund Werter widerstund, wie die en-canstische Mahlerey in den Mittlern
Zeiten
5) Xeuxiin ?vl^znorum er l'imznrzmer eoruin, quinonlanr uli plus guzmgusruor culoiibus, konnzz er linez-inenra Inuriamus; !>c in Gerinne, Xi-comacko. Neoroxene er Spelle j»mpei-ieöls lunc vmniz.
^) Man sehe hiervon funiumimLati!.lo^o ?iK.
f) btaüenu! öiUum iic 6e giznirst«»rris morieniiz. I., XXXV. c. ;.