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merklich geschwächt werden, müssendjc Tinten der Mittelfarbcn und dieWicdcrscheine schon ganz wegfallen.
Dieses kann hinlänglich sinn, umjeden zu überzeugen, wie wichtig dasStudium der Luftperspcktiv für jedenMahler scy, und wie viel zu dear-bciren wäre, um diesen Theil derKunst so vollkommen zu machen, alshie Linienperspcktiv ist. Mau mußsich wundern, daß ungeachtet ^.con-hardo oa Vinci schon verschiedeneeinzelne Punkte dieser Wissenschaftmit der Genauigkeit eines Meßkünst-lers behandelt hat *), sich bis itztniemand gefunden, der sie in ihremUmfang methodisch vorzutragen un-ternommen hatte. Man kann auseiner Stelle des philosrratus schlies-ftn, daß auch die Alten schon guteBemerkungen über die Luftpcrspcktivgemacht haben*").
Lüke.
(Schöne Künste.)
Dieses Wort drnkt überhaupt einenMangel des Zusammenhanges, odereine Unterbrechung des Sreren oderin einem Fortgehenden aus. In denWerken des Geschmaks müssen dieVorstellungen in einem ununterbro-chenen Zusammenhang aufeinanderfolgen, weil die Unterbrechung alle-mal etwas unangenehmes hat. Bisjtzt aber haben die Kunstrichter dieunangenehme Würkung der vorkom-menden Luken nicht in der nothigenAllgemeinheit betrachtet. So habensie bemerkt, daß im Drama die Lükenzwischen zweyAuftritten unangenehmwerden, und deswegen dem Dichterdie Regel vorgeschrieben, daß die
Man sehe unter andern in diesesgroßen Mannes fürtrcfflichcn Anincr-tungcn über die Mahlcrc!) das rc-7,iZ4, und das i64Capitcl, in welchemlehren er Versuche vorschlügt, wo-durch man unmittelbar praktische Re-geln abnehmen könnte.
5*) kkilotkr. Iconer. l.. I. kilcolor«.
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Schaubühne während eines Aufzu-ges nicht müsse leer werden, und daßdie gegenwärtigen Personen nicht ab-treten müssen, bis die folgenden sichzeigen. Man fühlt lcichre, daß derZusammenhang der Handlung aufdiese Weise am genauesten bemerktwird. Im Drama muß der Zu-schauer nie müßig seyn, damit seineAufmerksamkeit nicht zerstreuet w erde.Nur wenn eine Hanptperiode derHandlung zu Ende gekommen, ikannman die Lorstellung unterbrechen, wieam Ende eines Aufzuges geschieht *).
Indessen haben auch große drama-tische Dichter nicht allemal die Lu-ken vermieden. Man findet sie beymPlautus und beym Euripides: aberbeym Sophokles erinnere ich michkeiner. Wenn man den Dichter auchkeines Hauptfehlers beschuldigen will,wenn er irgendwo eine Lüke gelassenhat; so wird man doch gesteh en, daßes besser gewesen wäre, wenn er sievermieden hätte.
Aber anstößiger und schädliche r alsdiese Lüken, die im Grunde nur dasäußerliche betreffen, sind diejenigen,bieder Dichter in der Handln ng selbst,oder der Redner in den Gedankenläßt. Wenn z. B-ein Mensch, denwir in gewissen Gesinnungen, oderin einem gewissen Vorhaben begriff,fei, sehen, sich ändert, .ohne pasi wirden geringsten Grund dafür cntd rkcn,so werden wir verdrießlich. Darummüssen alle Schritte der Gedankenund Handlungen der Menschen vondem Künstler uns so vorgelegt wer-den, daß wir überall begreifen,, wieder folgende aus dem vorhergehen-den entsteht. Je genauer alles zu-sammenhängt und gleichsam in ein-ander geschlungen ist, je besser sindwir damit zufrieden.
Dazu gehören von Seiten desKünstlers zwey Dinge: die Gründ-lichkeit, die eigentlich auf de« wah«T 5 ren
*) S. Auszug.