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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
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Hohe Kl?, IZ?, aber mit demUnterschied, daß die Entfernung zurVermehrung, dieHöhe aber zurVer-minderung derselben bcytragt.

Dieses genau und geometrisch zubesijmmen, würde eine ziemlicheschwere Rechnung erfodcrn: ohnge-fähr aber erkennet man, wie dieSchwächung der Farbe, in sofernsie in jeder horizontalen Entfernungvon der Hohe abhängt, könnte be-rechnet werden. Für die Höhe? oderQ würde man ohngefähr die Linienehmen müssen, wenn O derMittelpunkt der Schwere der Figurwäre; für die Höhe 0 aber,die Linie im, wenn 1 der Mittelpunktder Schwere der ganzen Figur O? Iwäre. Diesem zufolge müßte dieVerminderung der Lebhaftigkeit derFarbe für den Ort ? durch ^ ?x? IVI;für den Ort?, durchs?x?IVl, undfür den Ort E durch >LOxlm aus-gedrukt werden, das ist, für jedenOrt müßte die Entfernung durch diefür scincHöhe sich passende Linie Tblmnltiplicirt werden. Doch konntediese Regel nicht auf die nahe amScheitelpunkt stehenden Gegenstandeangewendet werden. Aber derglei-chen kommen auch in Gemahldennicht vor.

Es läßt sich absehen, daß nach ei-ner genauen Berechnung der Sache,endlich für den Mahlcr leicht zu fas-sende Regeln für diesen Punkt derLuftperspcktiv, aus der Theorie wür-den können gezogen werden. Nie-mand würde dicses besstr thun kön-nen, als Herr Lambert; daher zuwünschen ist, daß er sich dieser Ar-beit unterziehen möchte. Diese Re-geln würden also dem Mahler anzei-gen , wie viel graues er der natürli-chen Farbe jedes Gegenstandes bey-mischcn müßte, um die Farbe so her-aus zu bringen, wie sie sich in jedemAbstand des Körpers zeiget. Mitdem Gebrauch des Farbcnregistersverbunden, würden sie dem Mahlcr

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auch zeigen, in was für einer Ent-fernung vom Auge jeder Körper 1seine Farbe verliert und die Luftfarbe,die blaulicht grau ist, annimmt.

Von dieser Schwächung der Far.bcn hangt auch die, in gleichem Maaßeabnehmende, Schwächung des Lichts Iund der Schatten ab, welches derzweyte Hauptpunkt der Luftperspekcivist, der einen großen Einfluß auf !die körperliche Gestalt der Dinge hat.Um dieses deutlich zu begreifen» be-denke man nur, daß die körperliche,oder stereometrische Rundung einerKugel in einer gewissen Entfernungsich völlig verliert, und daß die Ku-gel dem Auge daselbst blos wie cmrunder Teller vorkommt. Man setzein der vorhergehenden Figur ein Augein u, dem die Kugel bcy d in ihrervölligen Rundung erscheinet: so wür-de dieselbe Kugel bei) c schon flacher,bey ö noch flacher, bei) e noch fla-cher und bei) f ganz flach erscheinen.Dieses geschieht, so bald die aus derFigur der Kugel entstehenden Schat-tirungeu ihrer Farbe unmerklichwerden. Eben dieses wicderfährtjedem Körper; und jeder Gruppe;und die nahen Gegenstände eines Ge-mähldcs müssen mehr herausstehcndeHöhe (Relief) haben, als die ent-fernten. Dieses ist ein sehr wichtigerPunkt der Luftperspektiv, den nichtblos der Landschaftmahlcr, sondernauch der Historien - und Portrait-mahlcr genau studiren müssen. Ver-geblich würde man die Regeln derLinienpcrspektiv beobachten, wennman diese versäumte: wasdieZeich-nung in die Ferne setzte, würde dieErhabenheit der Figuren und die Leb-haftigkeit der Farben wieder nahebringen, und entfernte Menschenwürden in der Landschaft wie naheZwerge aussehen.

Endlich ist auch die Würkung derEntfernung auf dicMittelfarbcn undWiedcrschcine in Betrachtung zu zie-hen. Da wo die Hauptfarben schon

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