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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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229
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Kuntett Balken und decymal so viel rad entgegengesetzte Bewegungen stn

Murret ihr unter der Bürde, so will tty rer einzulassen, da von Erwckung der

den Eichbaum zerspalten; v. s. w. ) Leidenschaften hinlänglich gesprochen

Diese Rede machte sie plötzlich zahm, worden.

Es ist vorher gesagt worden, daß Alles, was hier angemerkt wor-das Mittel, die Leidenschaften durch den, dienet blos zur Beantwortungdeutliche Entwiklnng des Gcgcnstan- der Frage, wie das itzt ruhige Ge.des derselben zu stillen, vorzüglich den müth in Leidenschaft zu setzen, oderredenden Künsten eigen sey. W-r das aufgebrachte zu besänftigen sey.müsseil aber anmerken, daß doch auch Jtzt kommen wir auf die zweyteFra-die zeichnenden Künste es bisweilen ge, wie das Gcmüth von herrschen-in ihrer Gewalt haben. Ein Mahler den Leidenschaften zu heilen sey, oderkönnle z.B. cinemJüngling, der von wie diese ihm eingepflanzt werdennichts als von Schlachten träumet, sollen. Jedermann weiß, daß ei-dcn Much durch folgende Borstel- nige Menschen zu verschiedenen Lei-tung kühlen. Das Gemahldc stellte denschaftcn so geneigt sind, daß sie dieauf dem Hauptgrund einen äußerst Kraft derselben bey jeder gegebenenlebhaften Scharmützel vor, derglei- Gelegenheit fühlen; sie liegen gleich-chen Rugcndas so schön gemahlt hat. saui schlafend in den Gemüthern,Die Erfindung könnte so scyn, daß »nd erwachen bei) geringer Reizungsie sogleich den jungen Krieger ins schnell auf. So wird der Ehrgeizige,Feuer setzte. Auf einem etwas gros- sobald er die Gelegenheit sichvorzüg-sen Vorgrund, den ein beträchtlicher lieh zu zeigen nur crblikt, sogleichSchatten etwas verdunkelt, könnten ms Feuer gesetzt, und der Rachgie-verschicdcne Verwundete vorgestellt rige entbrennt bey der geringsten Be-werben, die theils an ihren Wunden lcidigung. Im Gegcnthcil giebt eSsterben, theils unter den Händen Gemüthcr, die zu gewissen Leiden-und den Messern der Wundärzte sind, schaften nicht die gcringsteAnlage zuEinem Mahler, der Empfindung und haben scheinen. Man trifft Mcn-Geist genug hat, dabei) eine» krästi- schon an, deren Stirn und Wangengen Ausdruk der Zeichnung besitzt, m ihrem Leben nie schamroth wor-würde es nicht schwer werden, diese ben sind.

schrekliche Sccne des Vorgrundcs so Es ist eine sehr wichtige Frage, wie

vorzustellen, daß dem milchigsten durch die schönen Künste die Gemü-

Kricgcr die Lust zum Streit vergicngc. thcr für gewisse Gegenstände fühlbar,

So hat Hogarch in einer Folge von und für andre weniger empfindsam

Zeichnüngcn erst die Reizungen der gemacht werden können.

Wollust und allmählig die häßlichen Wenn man bedenkt, wie allgemein

Folgen derselben auf eine Weise vor- es ist, daß die Menschen die Neigun-

gestellt, die die stärksten Wallungen gen und Leidenschaften ihrer Nation

des Geblütes stillen kann. und ihres Standes annehmen: daß

Ein anderes Mittel die Leidcnschaf- derselbe Mensch, der unter einer sanft,

ten zu stillen, das allen Künstenge, müthigen, oder ehrsüchtigen, oder

mein ist, besteht darin, daß man ge- rachgierigen Nation erzogen ist, eben

*) Noachlde VI. Gehn».

so wird, wie die andern sind; untereiner andern Nation aber wild, ohne

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