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In zeichnenden Künsicn zeiget sich die die Leichtigkeit des Ausdruks bey se>-
Leichtigkeit in fließenden und sichern ncr Arbeit erfolgen kann.
Unuisscn, die nichts unbestimnit las- Man hat dämm Ursache zu sagen,seil i in dreisten Pinselstrichen, denen daß das, was am leichtesten scheinet,nicht weiter nachgeholfen worden, das schwerstes,'»). Nicht, als ob den.Man sieht jede Kleinigkeit? wie man Künstler die Arbeit sauer geworden,denkt, daß sie hat seyn müssen, und fondern weil es überhaupt schwerbildet sicheln, dabey zu fühlen, daß es ist, wo nicht die Natur selbst fastdem Kunstler nicht schwer geworden, alles gethan hat, jene völlige Heer-es so zu machen. Im Gesang und schaft über seine Gedanken und überTanz zeiget sich die Leichtigkeit der den Ansdruk zu erreichen. Nur der,Ausübung darin, daß man auf das der seine Zeit blos mit Nachdenkendeurllchste bemerket, es mache dem über die Gegenstände seiner KunstKünstler teure Mühe, jedes vollkom- zubringt, und dabei) das gehörigemen so zumachen, wie es seyn soll. Genie dazu hat, gelanget auf dieseWenn die Sckmeliuz singet, so ho- Stufe.
rtr man jede» Ton in der höchsten Selten aber wird man ohne sorg-Reuugkeit, und fühlet, man sehe sie faltiges Ausarbeiten einem Werke dieoder sehe sie nicht, daß es ihr keine höchste Leichtigkeit geben tonnen.Mühe macht; man wird versucht zu Wenn man auch in der lebhaftestenglauben, die Natur und nicht eine Begeisterung arbeitet, Ivo alles leichtmenschliche Kehle habe diese Tone so wird: so findet man hernach doch,vollkommen gebildet. daß noch manches fremdes oder nichtEs läßt sich begreifen, daß in jeder pollig richtiges mit untergelaufen,Kunst nur die dazu gcbornen Genies »peil man in dem Feuer der Arbeitdie höchste Leichtigkeit erreichen. Wer bei) der Menge der sich zubringendenwie la Fonraine von der Natur zum Vorstellungen nicht gewählt hat.Fabeldichter gebildet worden, wird Darum dürfen auch die glüklichstenauch seine Leichtigkeit darin haben. Genies die Ausarbeitung nicht versau.Der Künstler darf bey der Arbeit nur men. Oft giebt erst die letzte Bear-sich selbst beobachten, um zu wissen, bcitung, da hier und da nur cinzeleob sein Werk Leichtigkeit haben wird. Ausdrücke geändert oder eingeschal.Fühlt er, daß ihm die Arbeit schwer tet, einzele ganz feine Pinselstrichc,wird, daß er Gedanken »md Ansdruk durch ein feines Gefühl an die.^andmit einigerAengstlichkeit suchen muß: gegeben, dem Werke die wahre Voll-st) kann er sich versichert halten, daß kommcnhcit. Erst nachdem man indem Werk die Leichtigkeit fehlen wird, der Rede jeden cinzclcn Begriff, je-Nur denn, wenn man sich seinerMa- den Gedanken, jeden Ausdrnkgleich-terie völlig Meister gemacht hat; sam abgewogen hat, kann man diewenn man alles, was dazu gehöret, höchste Leichtigkeit in dieselbe bringen,oder damit verbunden ist, mit ganz- Das Leichte ist allemal einfach, undsicher Klarheit vor sich liegen sieht, das Einfache ist gemeiniglich das,kann man leicht wählen und ordnen, worauf man zuletzt fallt. Man cr-Eben so gänzlich muß man den Aus- kennet es erst, nachdem man alle mög-drnk iu seiner Gewalt haben. Dar- siehe Arten, dieselbe Sache darzustel-uni muß der Redner seine Sprache len, vor sich hat und gegen einandervon Grund aus erlernt, der Zeichner vergleichet,die höchste Fertigkeit alle Formen dar- Die Leichtigkeit ist überall eine gutezustellen, der Tonkünstler eine völlige Eigenschaft; aber gewissen Werken istKenntniß der Harmonie besitzen, ehe sie wesentlicher nörhig, als andern.
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