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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
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alle einzcle Theile zugleich würken,weil nur diese Art der Kenntniß dasganze Gemüth angreift, ,und würk-sain macht *).

Der Philosoph muß seine Schrittenach der sirengsten Logik abmessen;der Redner verfahrt nach einer gemei-neren Dialektik, oder nach der Äesthe-tik, welche nichts anders, als die Lo-gik der klaren, wie zcne die Logik derdeutlichen Vorstellungen ist.

Es wurde viel zu weitlauftig seyn,die Methode, die der Redner zu befol-gen har, hier völlig zu cntwikeln; al-so können wir nur die Hauptsachen

5) Es ist hier der Ort nicht dieses genauauszuführen. Wer nicht den Unter,schied zwischen der deutlichen und kla,rcn Vorstellung, wie unsre Philoso-phen ihn cntwikelt haben, hier vorAugen hat, kann das Theoretische die-ses Artikels nicht fassen. Die deut-liche Eckenntniß läßt unS in jedemGegenstände die wahren Elemente,woraus er besteht, sehen; die blos kla-re verwandelt den Gegenstand in einPhänomen, in eine sinnliche Erschei-nung, und würkt deswegen aM dieEmpfindung. Die Theorie dieser Sa-che ist schwer und mit wenig Wortennicht schlich zu machen. Ein sinnli-ches Bcisspicl kann einiges Licht ge-ben. Wenn man einem Menschen ei-ne große Summe Geldes einzeln, tha-lcrwcisc schenkt, einen Tbalcr nachden, andern, so wird er nicht das da-bei, empfinden, was er empfinden wür-de , wenn er die ganze Summe auseinmal bekäme. Jene Act hat eineAchnlichkcit mit der deutlichen Er-kenntnis, diese mit der klaren. Schonhieraus läßt sich cinigcrmaaßen bcgrci-' fcn, warum die klare Kenntnis' würk-samer ist, als die deutliche. In die-ser hat der Geist, da er aus einmalnur Eines zu fassen hat, keine Anstren-gung nöthlg; in jener muß er sichgleichsam zusammen raffen well ihmviel auf einmal vorkommt. DiesesZusammenraffen crwekt in ihm das Ge-fühl seiner Würksamkeit, und macht,daß er nicht nur an den Gegenstand,fondern auch an sich selbst, und an sei-nen inncrn Zustand denkt. Dadurchwird er fähig, von dem Gegenstandangenehm oder unangenehm gerührtzu werden. Hierin liegt der llehergangvon dem Erkennen zum Wollen.

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davon anzeigen. Vielleicht veran-lasset dieses jemanden, die Sachenweiter auszuführen.

Die Anstrengung unsrer Vorstel-lungskraft hat allezeit eine von diesendrey Würkimgcn zurAbsicht: entwe-der einen Begriff zu fassen; oder einUrtheil zu fallen; oder einen Schlußzu bestätigen. Der lehrende Rednerthut demnach auch nichts anders, alsdaß er nach seiner Art diese Verrich-tungen erleichtert.

Bonden Begriffen. DerPhilosophzergliedert die Begriffe durch Erklä-rungen, die uns das, was wesentlichdazu gehört, einzeln angeben, undgleichsam vorzahlen; der Rednergiebt uns eine sinnliche Vorstellungdavon, er mahlt uns gleichsam denGegenstand vor, damit wir ihn an-schauen können, und durch das An-schauen desselben gerührt werden,und ohne mühsames Nachdenken dieBeziehung der Sache auf uns em-pfinden. Spricht er von bekanntenDingen, so bemühet er sich, sie indem heklcsien Lichte zu zeigen, undvon der Seite, die dem anschauen-den Erkenntnis; am meisten zu sehengiebt. Indem der Philosoph nnscrnBegriff von dem ersten und höchstenWesen berichtigen, und für die Wis-senschaft festsetzen will, sucht er ausallen Vorstellungen, die sein Nach,denken ihm davon gegeben hat, die-jenigen aus, die die ersten sind, cmSdenen das übrige durch genauesNachforschen desVerstandcs sich her-leiten laßt; er stellt uns das Wesender Wesen als eine nothwendig wär-kendc und völlig uneingeschränkteKraft vor. Um seinen Vortrag zwbegreifen, müssen wir uns bcynahevon aller Sinnlichkeit losmachen, undblos den reinenVersiand in unAjvürk-sam seyn lassen. Haben wir dennseine Grundbegriffe gefaßt, und unsvon der Würklichkeit derselben über-zeuget, so können wir durch sehr kleineund auf das genaueste abgemesseneL 4 Schritte