Druckschrift 
3 (1793) [K - Q]
Entstehung
Seite
126
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5?cst 17. S. z>5- u. a. m. Und verschie-dene neuere französische Künstler, als Ja»ninct, Scmarteau, Vvnnct, u.a.m.haben Blätter in dieser Manier verfer-tigt. Uebrigens werden auch diese Blät«ter mir mehr als einer Platte gemacht;wenigstens ist dieses an den Arbeiten derletzter» Künstler sichtbar. Ob aber Ploosv. Amstcl sich dazu auch mehr als EinerPlatte bedient ist wohl noch nicht entschie-den.

Die Erfindung der Schwarzelnsfällt ungefähr in das 1.164z. S. denArt. derselben.

Kupferstich; Kupfer.

Niese Namen giebt man ' : ? Ab-dräken der Kupferplatten , diese mö-gen gestochen, geatzt, oder in schwar-zer Kunst gearbeitet seyn. Sehr oftwerden auch die von Holzschnittengemachten Abdräkc mit darunter be-griffen. Eine Sammlung aller Gat-tungen von Kupfer oder Holz abge-druktcr Zeichnungen, wird eineSammlung von Kupfern oder Ku-pferstichen genannt- Die Kupfer derältesten Meister sind durchaus mitdem Grabstichel gearbeitet, weil dasActzcn spater, als das Stechen auf-gekommen ist: aber unter den neuernKupferstichen sind ganz gestocheneBlatter sehr selten. Man hat ge-funden, daß die historischen Stäke,Landschaften, auch Portraite mit ei-nigen Nebensachen Keffer ausfallen,wenn einigeThcilc davon radirt undgeatzt, die andern mit dem Grabsti-chel gearbeitet werden. Ganz geatzteKupfer sind meistcntheils Werke derMahlcr; große Blatter aber, diedurchaus geatzt sind, haben noch dieletzte Hälfe des Grabstichels nöthig,ohne welche die Stellen, wo dasDunkele am stärksten seyn soll, nichtkraftig genug werden. Im Gegen-theil haben auch wieder die Landschaf-ten, wovon der größte Theil geatztist, an den leichtesten Stellen, wo

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eine sehr dünne Luft und leichtes Ge-wölk anzuzeigen ist, den Grabstichelnöthig, weil das Aetzwaffer gar zuleicht die daselbst erforderlichen sehrzarren Striche zu stark machen wurde.Also muß zu einem vollkommenenKupferstich beydes das Stechen unddas Radiren zusammenkommen.Man hat von einigen der färtrefflich-sten Werke des berühmten Tdcliuknicht ohne Grund angemerkt, daß siedurch den Grabstichel zu schön ge-worden, und daß es besser gewesenwäre, wenn einige Stellen durch dieRadirnadel fluchtiger und mit weni-ger einförmigen Strichen waren be-handelt worden.

Es ist eine so angenehme Sache,die Werke der größten Mahlcr in gu-ten Kupferstichen mit so großer Ge-mächlichkeit zu betrachten, daß mansich nicht wundern darf, wenn manden Gcfchmak an Kupferstichen soallgemein ausgebreitet antrifft. Aberman stößt auch hier, wie bcy allenandern Liebhabereyen, bisweilen aufgroße Mißbrauche. Man findet inallen Landern eine seltsame Art Lieb-Haber, die Kupferstiche sammeln, wieetwa die Kinder bunte Steine, oderandre ihnen völlig unnütze Dinge mitgroßem Eifer sammeln, blos um sichmit etwas zu beschafftigen, und oh-ne den geringsten Vortheil daraus zuziehen, als eine völlig gleichgültigeThatigkeit zu befriedigen. An Oet-tern, wo ein solches Sammle» Modeworden, sieht man ein wunderba-res Bestreben unter den Sammlern,wodurch jeder es andern zuvorthnnwill; und dieses Nacheifern wirdnicht selten bis zu einer Art der Rase-rei) getrieben. Es giebt Sammler,die sich nur auf gewisse Gattungender Kupferstiche einschränken, die et-wa die Sammlung von einer Schule,oder auch nur von einem Kunstlervollständig zu haben wünschen, de-nen also ein fehlendes Blatt, wem:es an sich auch nicht den geringsten

Werth