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sich in dem hellen Lichte zu zeigen,das den redlichen Staatsmann um-gicbtt Die Ehre, etwas zur Erhe-bung einer ganzen Nation beyzutra-gcn, ist cdeln Gemüthcrn eine hin-längliche Reizung, alle Kräfte desGenies anzustrengen. Und daraufkommt es allein an, mn große Künst-ler zu haben.
Dieses fey über die Natur, die Be-stimmung nnd den Werth der schonenKünste gesagt. Hieraus kann nunauch der Weg zu verwahren Theoriederselben eröffnet werden. Sic cnt-siehtaus der Auflösung dieser psycho-logischen und politischen Aufgabe:«Wie ist es anzufangen, daß der demMenschen angebohrue Hang zurSinnlichkeit zu Erhöhung seinerSinnesart angewendet, und in be-sondcrn Fallen als ein Mittel ge-braucht werde, ihn unwiderstehlichzu seiner Pflicht zu reizen?" In derAuflösung dieser Aufgabe findet derKünstler den Weg, den er zu gehenhac, und der Regent die Mittel, dieer anzuwenden hat, die vorhandenenKünste immer vollkommener zu ma-chen und recht anzuwenden.
Es ist hier der Ort nicht, dieseFrage ausführlich zu beantworten.Wir wollen nur die Hauptpunkte be-rühren, auf die es ankommt.
Die Theorie der Sinnlichkeit istohne Zweifel der schwerste Thcil derPhilosophie. Ein deutscher Philosophhat zuerst unternommen, sie als ei-nen neuen Theil der philosophischenWissenschaften unter dem NamenAeffkelik zu bearbeiten *). Es istzur Ehre der Nation zu wünschen,daß sie den Ruhm der Erfindung da-dlvch nicht vermindere, daß sie ei-nem andern Laude die glükliche Aus-führung einer so wichtigen Wissen-schaft überläßt, wodurch der Philo-sophie der Weg zur völligen Herr-schaft über den Menschen gczcigetwird.
S. Art. Acsthetik.
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Co viel verschiedene Wege in derNatur sind den Menschen durch sinn-liche Vorstellungen zu erhöhen, > soviel sind auch Hauptzwcige der Kunst;und so viclcrley Gattungen und Ar-ten der ästhetischen Kraft durch jedenWeg in die Seele können gebrachtwerden, in so viel Ncbcnzwejgc rhci-lct sich jede Kunst. Wir wollen ver-suchen, ob nach diesen Grundsätzenein allgemeiner Stammbaum derschönen Künste könne gezeichnet wer-den.
Ucberhaupt ist nur ein Weg in dieSeele zu dringen, nämlich die äus-sern Sinnen; aber er wird durchdie verschiedene Natur dieser Sin-nen vielfach. Eben dieselbe Vorstel-lung, oder derselbe Gegenstand schei-net seine Natur zu verändern, undist in seiner Kraft mehr oder wenigerwürksam, nach Beschaffenheit desSinnes, wodurch er in die Seeledringt; die nöthigsten Erläuterungenhierüber habe ich an einem andernOrte gegeben *).
Die höchste Kraft auf die Seelehaben die niedrigem grobem Sinnen,das Gefühl, der Geschmak und derGeruch; aber diese Wege aufdie Men-schen zu würken sind für die schönenKünste unbrauchbar, weil sie alleinden thierischcu Menschen angehen.Wären die schönen Künste Dienerin-nen der Wollust, so müßten die vor-nehmsten Hauptzweige derselben fürdiese drcy Sinnen arbeiten, »nd die
Kunst,
*) In der Theorie der angenehmen undunangenehmen Empfindung, gegenEnde des Abschnitts, in weichem vonden Empfindungen der äußern Sin-nen gehandelt wird. Es müßte ausdieser Theorie hier zu vieles angcfüh-ret werden, um das, was von derverschiedenen Würksamkeit der Sin-nen zu merken ist, verständlich odereinleuchtend zu machen; darum sckeich hier voraus, daß der, welcher das,was hier vorgetragen wird, völlig fas-sen will, die angeführte Stelle erstnachsehe.