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BeyspicleinderJlias, in dcnTrauer-spiclen des Aeschylus, im vcrlohr-ncn Paradies, in dem Mcßias, undin Shakespears Trauerspielen. Ausder Kühnheit entsteht insgemein dasErhabene in Gedanken, in Gesin-nungen und in Handlungen, Mit-hin gehört es zu dcm wichtigsten ästhe-tischen Stoff.
Künste; Schöne Künste.
Der, welcher diesen Künsten zuerstden Namen der schonen Rünste ge-geben hat, scheint eingesehen zu ha-ben, daß ihrWcsen in der Einwcbungdes Angenehmen in das Nützliche,oder in Verschönerung der Dingebesteht, die durch gemeine Kunst er-funden worden. In der That laßtsich ihr Ursprung am natürlichstenaus dem Hang, Dinge, die wir tag-lich brauchen, zu verschönern, be-greifen. Man hat Gebäude gehabt,die blos nützlich waren, und eineSprache zum nothdürftigen Gebrau-che, che man daran dachte, jenedurch Ordnung und Symmetrie, die-se durch Wolklang angenehmer zumachen.
Also hat ein feineren Seelen angc-bohrner Trieb zu sanften Empfindun-gen, alle Künste veranlasset. DerHirce, der zuerft-ftinem Stok, oderLecher eine schöne Form gegeben,oder Zicrrathcn daran geschnitzt hat,ist der Erfinder der Bildhauerei)! undder Wilde, dem ein glükliehercs Ge-nie eingegeben hat seine Hütte ordent-lich einzurichten und ein schikiichcsVerhältnis; der Thcilc daran zu be-obachten, hat die Baukunst erfunden.Der sich zuerst bemüher hat, das,was er zu erzählen hatte, mit Orb-nung und Annehmlichkeit zu sagen,ist unter seinem Volke der Urheberder Beredsamkeit.
In dieser Verschönerung aller dcmMenschen nothwendigen Dinge, undnicht in einer unbestimmten Nachah-
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numg der Natur, wie so vielfältiggelehrct wird, ist also anch das We-sen der schönen Künste zu suchen.
Aus jenen schwachen in der Naturliegenden Keimen hat der menschlicheVerstand durch wol überlegte War-tung nach und nach die schönen Kün-ste selbst heraus getrieben, und zufürtrefflichcn, mit den herrlichstenFrüchten prangenden Bäumen ge-zogen. Es ist mit den Künsten, wiemit allen menschlichen Erfindungen.Sie sind oft ein Werk des Zufallesund in ihrem ersten Anfange sehr ge-linge; aber durch 'allmählige Bear-beitung bekommen sie eine Nutzbar,keit, die sie höchst wichtig macht.Die GcomcLric war im Anfangenichts, als eine sehr rohe Fcldmcs-serey, und die Astronomie eine ausbloßer Neugier entstandene Beschäff-tignng müßiger Menschen. Zu derHöhe und dem ausnehmenden Nu-tzen, den diese Wissenschaften dcmmenschlichen Gcschlcchte leisten, sindsie durch anhaltende, vernünftigeErweiterung ihrer ursprünglichenAn-lage gestiegen.
Wenn wir also gleich mit völligerZuversichtlichkcit wüßten, daß dieschönen Künste in ihren Anfangennichts anders, als Versuche gewesen,das Auge oder andre Sinnen zu er-götzen, so sey es ferne von uns, daßwir darin ihre ganze Nutzbarkeit undibren höchsten Zwek suchen sollten.Wir müssen, um von dem Werthe desMenschen richtig zu urthcilen, ihnnicht in der ersten Kindheit, sondernin dem vollen mannlichen Alter bc-^trachten.
Hier ist also zuerst dicFrage zu un-tersuchen, was die Künste in ihremganzen Wesen seyn können, und wasvon ihnen zum Nutzen der Menschenzu erwarten sey. Wenn schwache,oder leichtsinnige Köpfe uns sagen,sie zielen blos auf Ergötzlichkeit ab,und ihr letzter Endzwek sey die Belu-stigung der Sinne und Einbildungs-kraft,