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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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K l a

schlage eine wolgefpannte und reineSayre an, die den Ton L angebe;wer nur ein feines Gehör hat, ver-nimmt diesen Ton <3 so, daß ihndünkt, er höre zugleich, wicwo! in ge-ringerer Starke, die Töne o, T>folglich ein Gemenge, oder einen Ac-cord verschiedener und zwar consoni-renderTöne. Hieraus laßt sich schonbegreifen, warum ein solcher Ton vol-ler, mehrklingend und angenehmerist, als wenn der Ton L ganz alleinvernommen würde. Jeder Ton ist einAccord: dadurch hört der Klang aufein bloßes Klappern zu seyn.

Diejenigen, welche die Bewegung,oder die Schwingungen der klin-genden Sayte mathematisch unter-sucht haben, worin der EnglanderTaylor zuerst glüklich gewesen ist,

K l a

haben gefunden, daß eine etwaslange Sayte, wenn sie gestrichen,oder gezupft wird, zwar nach ihrerganzen Lange schnell hin und hergeschwungen wird, (welches Schwin-gen das Gefühl ihres Tones cr-wekt,) zugleich aber die Hälfte, derdritte/ der vierte, der fünfte undalle folgendeTheile der ganzen Langeder Sayte, jeder für sich, noch be-sondere Schwingungen machen. Ei-nigcnnaßcn läßt sich dieses mit Au-gen sehen. An dem HolfeldischenBogenflügel *) habe ich die beson-dcrn Schwingungen der Theile dertiefsten Baßsayten gar oft und sehrdeutlich gesehen. Man stelle sich,um dieses deutlich zufassen,vor, ^Lscy eine Sayte, deren Ton eineOctave tiefer ist, als unser L.

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Indem sie gestrichen wird, und alsohin und her schwinget, so daß'siewechselsweise in die Lage /Va lZ und

bekommt, so theilet sie sich zu-gleich in mehrere Theile, wie ^ L,dö, ^l), l) I3, u. s. f. und je-der Theil macht für sich wieder be-sondere Schwingungen, und nimmtdie Lagen an, die durch Punkte be-zeichnet werden. Dieses ist die wah-re Ursache, warum man in einemKlang viel Töne höret. Die Schwin-gungen der ganzen Sayte erwekcndas Gefühl ihres Grundtones, denwir nach verhältnißmaßiger Zahlseiner Schwingungen l nennen wob

*) S. Fantasire».

len. Die Hälfte der Sayte machtihre besondere Schwingungen, H cE.

Lt'IZ, tllllt. in halber Zeit,und erwekt das Gefühl des Tones 2;der dritte, vierte, fünfte, sechsteund folgende Theile der ganzenSagte machen, jeder wieder seineSchwingungen, und erwekcn das Ge-fühl der Töne z, 4, z,k u. s. f. Manstelle sich also viel gleichgespannteund gleichdike Sagten vor, die inAnsehung der Länge sich verhalten,wie folgende Zahlen:

i, 5- 5, 5,5, 5, 5- 5 ». f. f.

so ist, nach der vorhercrllarteu Be-merkung, der Klang der Sayre > ausden Klangen aller übrigen Eayten

zusam-