K c h
Ken
Ken
auch bisweilen von Baumeistern nurvon einem Glicde, das insgemeinzu obcrst an den Gesimsen ist, undeine Rinnlciste genennt wird "), ge-
braucht. Dieses Glied wird nichtüberall gleich gemacht. Die zweyHauptartcn sie zu machen, sind hiervorgestellt.
In deichen Arten ist die Ausladung a bder Hohe a c gleich. Nach der erstenArt werden die senkrechten Linienso und b5in zwey gleiche Thcile ge-theilt, und aus den Thcilungspunk-ten 6 und ^ die Viertelkreise de undes. jener cinwerts, dieser auswcrtsbeschrieben. Nach der andern Art kwird die Linie b c in zwey gleicheThcile getheilt, und denn wird aufjede Halste de und ce ein gleichsei-tiges Dreyek beschrieben, aus dessenScheitels, <l, die Dogen b e, undc e beschrieben werden.
Kehl leiste.
(Baukunst.)
Ein Glied in den Gesimsen, das inallen Stücken gerade eine umgekehrte
Rinnleiste ist. Es wird also eben-falls aufzwcycrley Art gemacht. Inbeyden ist die Ausladung ab der Ho-he ac gleich. Nach der ersten ArtA. wird die Linie b a in vier gleicheThcile getheilt, so daß de und csjede der vierte Theil dieser Linie ist.Ans den Punkten e werden die Li-nien e ci auf b c perpendicular gezo-gen, und so lang als be öderesgenommen. Denn werden aus denPunkten ä die Zirkelbogcn b k unde f gezogen. Nach der andern ArtL wird die Linie bc in zwey Theilegetheilt, und ans jede Halste eingleichseitiges Dreyek, wie die Figurzeiget, gezogen; aus dessen Scheitel-punkten s die Bogen b e und ce ge-zogen werden.
Kenner.
(Schöne Künste.)
Niesen Namen verdienet in jedemZweig der schonen Künste der, wel-cher die Werke der Kunst nach ihreminnerlichen Werth zu beurthcilen, unddie verschiedenen Grade ihrer Voll-kommenheit zu schätzen im Stand ist.Der Kenner steht zwischen dem Künst-') S. die Figur Art. Glied.
lcr und dem Liebhaber in der Mitte.Jener muß das Mechanische derKunst verstehen, und auch die Aus-führung desselben in seiner Gewalthaben; dieser empfindet nur dieWnr-kung der Kunst, indem er ein Wol-gefallcn an ihren Werken hat, undnach dem Genuß derselben begierigist. Alle drcv urtheilen über dieKunstwerke, aver ans sehr vcrschie-dcnc Weise. Der Künstler, wenn
A z
er