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3 (1793) [K - Q]
Entstehung
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ren; oder wenn er die feine» Farben,die allmählig verfliege», zu dünneausträgt. Die Gemählde sterben al-lemal am wenigsten ab, die auf ein-mal gemacht, und wo eben deßwc-gcn die Zarben fett aufgetragen, undwenig in einander getrieben werden-Insgemein zieht sich bald der größteThcil des Oeles auf die Oberfläche,wo es in eine zähe Haut verwandeltwird, die eine Art von Firnis ab-giebt, der die darunter liegenden Far-ben vor Veränderung bewahret.

Kampfer.

(Baukunst)

Bedeutet ursprünglich einen an ei-ner Mauer herausstchenden Steinoder andern Körper, auf den etwaskann gesetzt werden. Ehedem nann-te man dieses, wie noch itzt an ei-nigen Orten in Obcrdeutschland,einen Rämpfer. Gegenwärtig drüktdas Wort Kämpfer vornehmlich einkleines Gesims aus, dem man auchbisweilen den französischen NamenImpolkc giebt, das als der Knaufder Ncbenpfeilcr bey Bog'cnstellun-gen anzusehen ist, auf dem die Bo-gen ruhen, und ihre Wiederlagehaben. Man sehe die Figur im Arti-kel Dogenstellung *), wo die Bogenan bcyden Enden auf den Kämpfernstehen.

Die Kämpfer müssen nothwcndigüberall angebracht werden, wo Oess-nungcn, wie Thüren und Fenster,oben in volle Bogen abgerundet sind,weil dadurch der Bogen selbst vonden Pfeiler» oder Gewänden, aufdenen er sieht, abgesondert wird,und sein Fundament, oder seineNiederlage bekommt. Wird er weg-gelassen, so bekommen die im vol-len Bogen gewölbten Ocffnnngenein sehr mageres und kahles Anse-hen , wie jedes geübte Auge fühlenwird, wenn es z. B. in Berlin die

") kTheil S.4-7.

K a r

Fenster an dem Palast des PrinzenHeinrichs, oder an dein Gebäude derKönig!. Academie der Wissenschaften,betrachtet.

Die Kämpfer werden verschiedent-lich, aus mehr oder weniger Glie-dern zusammengesetzt, nachdem esdie Ordnung, oder der Gcschmar,der in dem Gebäude herrscht, erfo-dert. In den einfachcsten Gebäudensind es bloße Bänder, in zierlichenaber müssen sie schon aus verschiede-nen Gliedern bestehen- Um hierinnichts unschikliches zu thun, darfder Baumeister nur dieses zum Grund-satz annehmen, daß der Kämpfer,als ein Knauf dcs Ncbenpfeilers an-zusehen fey. Daraus kann er leichte,nach Maaßgebung der Verhältnisse,die in jeder Ordnung statt haben,seine Größe und Beschaffenheit be-stimmen. Dieses wird ihn auch ab-halten, die Kämpfer als Bandge-simse zwischen den Wandpfcilerndurchzuführen, wie viele Baumeisterthun. oder gar ihn, als ein Gebälkemit Sparrcnköpfen und Zahnschnit-ten zu verzieren, wie an dem Triumph-bogen des Constantinus mit höchsterBeleidigung des guten Gcsehmaksgeschehen ist.

Wo keine Wandpfeiler sind, undwo überhaupt das Gebäude, oderdas Geschoß, nach ganz einfacherArt gebaut ist, da geht es »och an,daß die Kämpfer an der Mauerzwischen den Oessnungcn als Band-gesimse durchgeführt werden, wiean dem Berlinischen Zeughaus ge-schehen ist.

K a r ü i e s.

(Baukunst.)ÄiesesWort, das aus dem Lateini-schen *) herstammt, bedeutet eigent-lich ein kleines Gesims. Es wirdaber durchgehcnds von Tischern, und

auch

D Loronix, franz. Lorniclle.