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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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sam in Flammen zu stehen und der Erdboden war überallrissig und staubig.

Am vierten November, gegen zwei Uhr Rachmittags,wurden die Berge Brigantine und Tataragual von großen,außerordentlich schwarzen Wolken nmhüllt, welche sich all-malig bis zum Zenith ausdehnten.

Gegen vier Uhr hörte man es über sich donnern,aber in einer unermeßlichen Höhe und mit dumpfem oftuuterbrochnem Getöse. Im Augenblick der stärksten Erplo-siou wurden zwei Erdstöße verspürt, die durch eine Zwi-schenzeit von fünfzehn Secunden gerrennt waren. DasVolk auf den Gassen erfüllte die Luft mit seinem Geheul.Voupland, der gerade Pflanzen untersuchte, wäre beinaheauf den Fußboden geschleudert worden, und Humboldt,der in seiner Hängmatte lag, fühlte die Erschütterung sehrdeutlich. Ihre Richtung war von Norden nach Süden.

Einige Minuten vor der ersten Erschütterung fandliu heftiger Windstoß statt, der von einigen großen Re-gentropfen begleitet war. Der Himmel blieb wolkig undauf den Sturm trat völlige Windstille ein, welche dieganze Nacht hindurch anhielt. Der Untergang der Sonnebot ein ausnehmend prächtiges Schauspiel dar. Derdunkle Wolkcnschlcier riß hart am Horizont entzwei, unddie Sonne zeigte sich in einer Höhe von il'd" auf einemüidigofarbenen Grunde, ibre Scheibe erschien sehr großund verzogen. Die Wolken waren mit einem goldnenSaume eingefaßt und Strahlenbündel, die sich in denprächtigsten prismatischen Farben brachen, verbreiteten sichüber den Himmel.

Gegen neun Uhr Abends erfolgte ein dritter Stoß,welcher, wiewohl schwächer als die vorhergehenden, voneinem unterirdischen Getöse begleitet war.

Das Barometer stand etwas niedriger als gewöhn,üch, allein der Fortgang der stündlichen Abweichungen(Variationen) wurde keineswegs unterbrochen. In der