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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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gelaufen war, und als er ergriffen wurde, ei» langesMesser aus seinen Pumphosen zog, mittlerweile kamen ei»ige Kanflcute aus BiScaya, welche am Gestade spazierengingen, zu ihrer Hülfe herbei; als sich der Zambo derge-stalt umringt sah, machte er sich auf die Beine und suchteseine Zuflucht in einem Kuhstall, woraus er ins Gcfäug-uiß gebracht wurde. Die Einwohner von Eumana zeigtendie wärmste Tbeilnabme für die Fremden, und Bonpland,wiewohl er in der Nacht ein Fieber hatte, gcnaß dochsehr bald wieder. Die Absicht des Zambos, welchem esbald darauf glückte, aus dem Castell San Antonio zuentkommen, ist niemals hinlänglich ausgemittclt worden.

Ungeachtet dieses widrigen Ereignisses war Humboldtim Stande, die Sonncufiusterniß zu beobachten. Tic Tage,welche ihr unmittelbar oorauögingcn und folgten, zeigtenhöchst merkwürdige atmosphärische Erscheinungen.

ES herrschte gerade die in dieser Gegend sogenannteWinterzcit. Vom zehnten Octobcr an bis zum drittenNovember stieg des Abends ein röthlichcr Dunst empor,der in wenigen Minuten den Himmel bedeckte.

Das Hyg">mcier zeigte keine Feuchtigkeit an. Dietägliche Wärme betrug im Durchschnitt 82' 4" bis 89' 6°.Bisweilen oerschwand der Nebel mitten in der Nacht aufeinige Augenblicke, und es bildeten sich im Zcnith glänzendweisse Wolken, die sich gegen den Horizont hin oerbrciteten.Am achtzehnten Dctobcr waren sie so durchsichtig, daß sieselbst Sterne der vierten Größe durchschimmern ließen unddie Flecke im Monde sehr deutlich unterschieden werdenkonnten. Sie waren massenweise, in gleichen Entfernun-gen angeordnet und schienen in einer ungeheueru Höhe zuschweben.

Vom achtundzwanzigstcu Octobcr bis zum dritten No-vember war der Nebel dichter als bisher. Tie Hitze in derNacht war erstickend, obgleich das Thermometer nur 78' 8°zeigte. Tic Abendluft schwieg, der Himmel schien gleich-