Drittes C a p i t e l.
Teneriffa.
Santa Cruz. —- Villa de Lagima. — Gnauchcr. — Gegenwär-tige Bewohner von Teneriffa. — Klima. — Sccnrrci derKiiste. — Orotava. — Dracheubaum. — Ersteigung desPik. — Geologische Beschaffenheit desselben. — Amt-briichc. — Zonen der Vegetation. — St. Iobaunis-Fcncr.
ßt^>anta Cruz, das Anaja der Gnancher, welches cimhübsche Stadt mit einer Bevölkerung von achttausend Köp-fen ist, kann als eine große auf der Straße nach Amerikaund Indien gelegene Carawanscrci betrachtet werden, undist wegen seiner günstigen Lage oft beschrieben worden. TieEmpfchlug des Madrider Hofes verschaffte unfern Reisen-den die befriedigendste Aufnahme auf den Canaricn. TerGeneral-Stadthaltcr crthcilte ihnen die Erlanbniß, die In-sel zu untersuchen, und Oberst Armiaga, welcher ein In-fanterie-Regiment befehligte, nahm sie gastfreundlich in sei-nein Hanse auf, und bewies ihnen die zarteste Aufmerksam-keit. In seinem Garten bewunderten sie die Banane, denPapaw und andere im Freien aufgezogene Pflanzen, die sikfrüher blos in Treibhäusern gesehen hatten.
Des Abends machten sie eine botanische Excnrsio»nach dem Fort Passo Alto, längs den Basalt-Felsen, weichtdas Vorgebirge von Naga schließen, ihre Ernte siel abersehr unbedeutend aus, weil Dürre und Staub die Vegeta-tion gewissermaßen zerstört hatten. Tie ^'nculin loleioiu,Luzibnrkiin eunuriensis und andere saftrcichc Pflanze»,die ihre Nahrung mehr ans der Luft, als ans dem Erd-boden schöpfen, erinnerten sie durch ihren Anblick, daß du