Eilftes C a p i t e l.
Reise vo» Cumana nach Gnayra.
Fahrt von Cumana nach La Guavra. — PhoSphoresceuz(Leuchlen) des Meeres. — Hafen von Ncu-Barzcllona. —La Gnavra. — Gelbes Fieber. — Küste und Cap Blanco.— Straße von La Guavra nach CaraccaS.
Nachdem unsere kühnen Naturforscher diejenigen ein-zelnen Untersuchungen, die ihr kurzer Aufenthalt anzustellenerlaubte, vollendet, und nachdem sie sich einigermaßen andas Klima gewöhnt, bereiteten sie sich zu ihrem Auf-bruch von Cumana vor. Sie hatten die Absicht, zur Seeihren Weg nach La Gnayara zu nehmen und so lange inder Stadt CaraccaS zu verweilen, bis die Regenzeit vor-über wäre; von hieraus wollten sie sich über die Llanos'')
°) Llauos, Ebene» im spanischen Bicckönigreich Ncugrenadain Südamerika, werden während der Regenzeit über-schwemmt und sind durch den Niederschlag der dieselbendurchströmenden Flüsse gebildet worden. sie nehme» einenRaum von 14,vstt) Omadealmeile» ein, crstre cn sich vo»der Kllstenkclte von CaraccaS bis zu den Wäldern vonGujana; und von dem Gebirge von Merida sin dem sie-dende Schwcfelaucllcn unter ewigem Schnee hervordringe»)bis zu dem vom Driuoco an seiner Mündung gebildetenDelta, und sind im Ganzen bäum - und guelteuleer, ob-gleich hin und wieder die Fächervalme (^luin-ilis) zer-streut steht. Ihre Horizontalität ist so vollkommen, daßsie hundert Meile» vom Meere kaum Dreißig Klaftern er-haben sind (über d. Seespiegel). Nur einzelne bis zwölfMeilen lange und zwei bis drei Fuß hohe Flötzschichtenerbeben sich auf ihnen und geben den kleine» Steppen-sliissen ihren Ursprung, »nd bei der großen Ueberschwcm-mnng den berumirrendeu Thiere» Schutz und Zufluchtsorte.