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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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Eilftes C a p i t e l.

Reise vo» Cumana nach Gnayra.

Fahrt von Cumana nach La Guavra. PhoSphoresceuz(Leuchlen) des Meeres. Hafen von Ncu-Barzcllona.La Gnavra. Gelbes Fieber. Küste und Cap Blanco. Straße von La Guavra nach CaraccaS.

Nachdem unsere kühnen Naturforscher diejenigen ein-zelnen Untersuchungen, die ihr kurzer Aufenthalt anzustellenerlaubte, vollendet, und nachdem sie sich einigermaßen andas Klima gewöhnt, bereiteten sie sich zu ihrem Auf-bruch von Cumana vor. Sie hatten die Absicht, zur Seeihren Weg nach La Gnayara zu nehmen und so lange inder Stadt CaraccaS zu verweilen, bis die Regenzeit vor-über wäre; von hieraus wollten sie sich über die Llanos'')

°) Llauos, Ebene» im spanischen Bicckönigreich Ncugrenadain Südamerika, werden während der Regenzeit über-schwemmt und sind durch den Niederschlag der dieselbendurchströmenden Flüsse gebildet worden. sie nehme» einenRaum von 14,vstt) Omadealmeile» ein, crstre cn sich vo»der Kllstenkclte von CaraccaS bis zu den Wäldern vonGujana; und von dem Gebirge von Merida sin dem sie-dende Schwcfelaucllcn unter ewigem Schnee hervordringe»)bis zu dem vom Driuoco an seiner Mündung gebildetenDelta, und sind im Ganzen bäum - und guelteuleer, ob-gleich hin und wieder die Fächervalme (^luin-ilis) zer-streut steht. Ihre Horizontalität ist so vollkommen, daßsie hundert Meile» vom Meere kaum Dreißig Klaftern er-haben sind (über d. Seespiegel). Nur einzelne bis zwölfMeilen lange und zwei bis drei Fuß hohe Flötzschichtenerbeben sich auf ihnen und geben den kleine» Steppen-sliissen ihren Ursprung, »nd bei der großen Ueberschwcm-mnng den berumirrendeu Thiere» Schutz und Zufluchtsorte.