Zweites C a p i t e l.
Reise von Corunna nach Teneriffa.
Abfahrt von Corunna.— Strönningen des Atlantischen Occaus.
— Scetbiere.— Slernschnnpoen. — Schwalben.— Cana-rische Inseln.— Lanccrota.— ?»c»» vilitoli»«.— Ursacheder grüne» Farbe der Pflanzen. — La Graciosa. — InSchichten abgelagerter, mit Mergel abwechselnder Basall.
— Hvalit (Glaefiein). — Quartz-Saud. — Bemerkun-gen über die Eiilfcrnnng.' in welcher Berge auf dem Meeresichtbar sind, und die Ursachen, wodurch dieselbe modifi-cirt wird. - Landung auf Teneriffa.
Äls sich der Wind nach Nordost gedreht, lichteteder Pizarro am fünften Juni 17S9 Nachmittags die An-ker, und segelte, nachdem er sich durch die enge Passagegearbeitet, um halb sechs Ubr am Herkules oder Lcucht-tlmrm von Corunna vorbei. Gegen Abend nahm der Windzu, und die See fing an zu steigen. Das Schiff richteteseinen Lauf nach Nordwest, um den englischen Fregatten- auszuweichen, welche an der Küste kreuzten, ungefähr nmI nenn Uhr gewährte man das Feuer einer Fischcrhüttc zuLisarga, welches der letzte Gegenstand war, den man imi Westen von Europa erblickte. Endlich, als das Schiffs weiter und weiter segelte, vermischte sich das aklmälig ab-nehmende Licht mit den Sternen, welche am Horizonte^ emporstiegen.
,.Unsere Augen," sagt Humboldt, „blieben unwill-s kiihrlich darauf geheftet. Solche Eindrücke schwinden nie^ »ns dem Gedächtnis; derer, welche in einem Alter, woß roch die Regungen des Herzens ihre volle Stärke behaup-ten, lange Reisen unternommen haben. Wie viele Eriu-i ncrungen werden in uns wach, wenn wir mitten in eineri dunkeln Nacht einen leuchtenden Punct erblicken, der von^ Zcit zu Zeit über den bewegten Wellen erscheint und die^ Küste des Vaterlandes bezeichnet."