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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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entzückendes Klima und die Gastfreundschaft des Eigen-thümcrs zu genießen.

Von diesem erhabenen Puncte sahen sie, so weitals das Auge reichte, blos nackte Savannen, wiewohlsich in den benachbarten Thalcrn ihren Blicken dichteBaumgruppen und eine Ueberfülle von prächtigen Blumendarboten. Der obere Thcil des Berges war zwar vonBäumen entblvst, aber mit grasartigen Pflanzen bedeckt, ein Umstand, den Humboldt mehr der Gewohnheit,die Wälder zu verbrennen, als der Erhebung des Bodenszuschreibt, weil letztere nicht hinreichend ist, das Gedeihenvon Bäumen zu verhindern.

Ihr Wirth, Ton Mathias Iturburi, aus Biscayagebürtig, hatte die Reue Welt mit einer Expedition bcsucht, deren Absicht auf die Errichtung von Etablissementszur Versorgung der spanischen Marine mit Schiffs-Zim-merholz gerichtet war. Allein die Unternehmer, von Ju-gend auf an ein kälteres Klima gewobut, konnten dieStrapatzen einer so beschwerlichen und mühevollen Beschäf-tigung, die Hetze und den Einfluß schädlicher Dünste nichtertragen. Verderbliche Fieber rafften die Mehrzahl weg,als Iturburi sich von der Küste zurückzog und auf demCecollar ansiedelte, wo er der ungestörte Besitzer von fünfMeilen amerikanischer Savannen wurde und Unabhängig-keit und Gesundheit genoß.

Nichts," sagt Humboldt,läßt sich mit dem Ein-druck der majestätischen Ruhe vergleichen, die der Anblickdes Firmaments an diesem einsamen Orte in der Seelezurückläßt. Verfolgten wir zur Abendzeit mit dem Augediese Auen, welche sich am Horizonte ausdehnen, unddie leicht hin und hcrwogenden, mit mannigfaltigen Pflan-zen bedeckte Ebene, so glaubten wir in der Ferne, sowie in den Steppen des Orinoco, die Fläche des Oceansund das auf ihr ruhende mit Sternen besäcte Gewölbedes Himmels zu sehen. Ter Baum, unter welchem wirsaßen, die leuchtende» Jnsecten, welche in der Luft um-