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Alexander von Humboldt's Reisen und Forschungen : eine gedrängte Erz. seiner Wanderungen in d. Aequinoctial-Gegenden Amerikas u. im asiat. Rußland
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zu erfahren wünschte», was der Deutsche ^Bergmann) vondem Golderz nrtheilen wurde, was ihrer Meinung nachdarin cxistirte, hauten eine» Pfad durch die Waldung.

Bei ihrem Eintritt in die Schlucht fanden sie Spu-ren von Jaguars; und die Indianer kehrten zurück, umeinige kleine Hunde herbeizuholen, welche der amerikanischeTiger, wie sie aus Erfährung wußten, lieber angreift, alsden Menschen. Tie Felsen, von welchen sie bcgränzt ist,steigen senkrecht in die Höhe und bestehen aus dem, vonden Geologen so genannten, Alpen-Kalkstein. Tie Ercur-sion wurde wegen der Beschaffenheit des Bodens gefährlich;aber endlich erreichten sie die vermeintliche Goldgrube, welcheweiter nichts war, als eine Aushöhlung in einem Lagervon schwarzem Mergel, welcher Eisenkies enthielt, eineSnhstanz, die nach der hartnackigen Behauptung ihrerFührer das kostbare Metall war.

Sie drangen hierauf immer tiefer in die Schlucht,und erreichten, nach großen Anstrengungen, eine Felsen-wand , welche sich senkrecht zu einer Hohe von fünftausendeinhundert und sechszchn Fuß erhob und zwei unzugängli-che Höhlen zeigte, die von Nachtvögeln bewohnt waren.Sie machten am Fuße einer dieser Höhlen, woraus manFlammen hatte hervorbrechen sehen, Halt, und horchten aufdie Bemerkungen der Eingeborncn hinsichtlich der Wahrschein-lichkeit einer Zunahme der Häufigkeit der Erderschütternn-gen, von welchen Neu-Andalusien sehr oft heimgesuchtworden war. Die Ursache der hervorbrechenden Flammenvermochten sie indeß nicht mit Gewißheit anzugeben.

Am zwölften setzte Humbuldt und seine Begleiter ihreReise nach dem Kloster von Caripe, den Hauptsitz der Chay-ma-Missione» fort, wobei sie aber, anstatt des geradenWeges, die Richtung der Berge Cocollar und Turimiguiriverfolgten. Bei Hato de Cocollar, einer einsamen Meierei,die ans einer kleinen, erhabenen Ebene liegt, ruheten sieeinige Zeit ans und hatten das gute Glück, zugleich ein